Stadt Geretsried handelt „sehr verantwortungsbewusst“

- Geretsried – Wann kann die Eissporthalle wieder geöffnet werden? Diese Frage beschäftigte gestern nicht nur die Verantwortlichen des TuS Geretsried, sondern auch die Rathausspitze. Die Frage wird frühestens heute Vormittag beantwortet. Um 10 Uhr treffen sich Vize-Bürgermeister Gerhard Meinl, Stadtarchitekt Christian Müller sowie die Chefs der Fraktionen im Stadtrat. In dieser Runde wird die Expertise bewertet, die Statiker Johannes Bracher gestern Abend ins Rathaus mailte. Am Freitagmorgen begannen Arbeiter der Wolfratshauser Firma Leitner wie angekündigt, zusätzliche Streben einzubauen.

Von Hans Moritz <P>Jeder Träger, so genannte Brettschicht-Holzbinder, auf beiden Stadion-Längsseiten wurde mit je zwei Stützen verstärkt. An der Decke wurden unter Aufsicht Müllers und Brachers die Stahlträger verkeilt und im Boden verschraubt. Statiker Bracher erklärte, die kleineren Schäden an dem einen oder anderen Holzbinder und die zusätzliche Stützkraft würden in eine Berechnung einfließen, mit der die neue Maximal-Tragkraft ermittelt wird. <P>Auch wenn beide vom Erfolg der Aktion überzeugt sind, nehmen sich Vize-Bürgermeister und Fraktionsvorsitzende ausreichend Zeit, um zu entscheiden. &#8222;Ich kann noch gar nichts sagen&#8220;, erklärte Meinl gestern. Es sei möglich, dass das Stadion bereits am Samstag wieder geöffnet wird. Eventuell werde das Betretungsverbot erst am Sonntag oder gar noch später aufgehoben. Müller versprach, die Betroffenen würden vom Ergebnis der Beratung umgehend informiert. Wie berichtet ist für Sonntag das Spiel der ersten Mannschaft in der Bayernliga gegen Germering angesetzt. <P>Ungeachtet der aktuellen Behelfsmaßnahmen steht fest, dass das Thema Stadionsanierung in nächster Zeit den Stadtrat intensiv beschäftigen wird. Auf der Pressekonferenz am Donnerstagabend (wir berichteten) war deutlich herauszuhören, dass an der Konstruktion aus dem Jahre 1980 dringend etwas getan werden muss. Erleichtert zeigte sich Müller, dass das Holz trocken und kein Pilzbefall erkennbar sei. Dennoch habe man an einigen, wenigen Stellen winzige Risse in den Leimverbindungen entdeckt. Noch einmal betonten Müller und Bracher, dass von einer Einsturzgefahr &#8222;keine Rede sein kann&#8220;. Dennoch erfordere die 26 Jahre alte Architektur größte Aufmerksamkeit. &#8222;Das wissen wir spätestens seit Bad Reichenhall&#8220;, so Müller. <P>Bracher attestierte der Stadt, sie habe bislang &#8222;sehr verantwortungsbewusst gehandelt&#8220;. Dies treffe für die öffentliche Hand in den meisten Fällen zu. <P>Entwarnung konnte Meinl für das Hallenbad geben. &#8222;Hier besteht keinerlei Gefahr, auch hier haben wir Prüfungen vornehmen lassen.&#8220; Es handle sich um eine trockene Stahlfachwerk-Konstruktion, der die Winter bislang nichts hätten anhaben können. Gleiches gelte für die Turnhalle der Karl-Lederer-Grundschule. <P>

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