Stadt sammelt alle Anmeldungen

- Geretsried – „Es geht um mehr als nur ein trockenes Anmeldeformular“, sagte in seiner Einleitung Vize-Bürgermeister Gerhard Meinl. Um Mehrfachmeldungen zu vermeiden und damit einen besseren Überblick über den tatsächlichen Bedarf an Kindergartenplätzen zu bekommen, läuft die Anmeldung für das Kindergartenjahr 2006/2007 erstmals einheitlich über die Stadt Geretsried. Gestern wurde im Rathaus das von Hauptamtsleiter Werner Frank und den Kindergartenleiterinnen erarbeitete Anmeldeformular vorgestellt. Es muss bis zum 28. Februar bei der Stadt abgegeben werden.

von sabine schörner <P>Ab Montag liegt das Formular im Rathaus und allen Kindertagesstätten aus, es ist auch im Internet unter www.geretsried.de abrufbar. &#8222;Die Stadtverwaltung sammelt bis zum 28. Februar alle Anmeldungen im Rathaus&#8220;, erklärte Werner Frank vom Hauptamt. &#8222;Danach werden die Anmeldungen nach Prioritäten verteilt.&#8220; Die Eltern können in einer Rangordnung drei Kindergärten angeben, in den sie ihren Sprössling schicken wollen. Natürlich sei weiterhin gewährleistet, so versicherte Vize-Bürgermeister Meinl, &#8222;dass die Kinder wohnortnah untergebracht werden&#8220;. Bis Ende April, so Frank, &#8222;bekommen die Eltern dann eine schriftliche Benachrichtigung des Kindergartens, in dem sie einen Platz bekommen haben&#8220;. <P>Wer sich bereits für eine Einrichtung entschieden hat &#8211; beispielsweise weil dort schon ein Geschwisterkind untergebracht ist &#8211;, kann einfach nur das Anmeldeformular ausfüllen und im Rathaus abgeben. Alle anderen Eltern haben in den nächsten Wochen Gelegenheit, die einzelnen Kindertagesstätten zu besuchen und sich über deren pädagogisches Konzept zu informieren. Die Termine dafür gaben Andrea Schrall (Kindergarten Heilige Familie) und Sabine Eberlein (evangelischer Kindergarten) bekannt (siehe Kasten). <P>Vier Stunden Betreuung sind einfach zu wenig <P>Unter dem Motto &#8222;Geretsrieder Kindergärten unter einem Dach&#8220; haben sie und ihre Kolleginnen sich bereits vor drei Jahren zu einem Arbeitskreis zusammengeschlossen. Das Anmeldeformular haben sie gemeinsam mit der Stadt erarbeitet. Neu ist, dass die Eltern angeben müssen, für wie viele Stunden am Tag sie eine Betreuung für ihr Kind brauchen &#8211; eine Auflage des seit August 2005 gültigen Kinderbildungs- und betreuungsgesetzes (KiBiG). Die Mindestzeit beträgt danach drei bis vier Stunden. &#8222;Nach dem Gesetz müssen wir diese Zeiten anbieten&#8220;, erklärte Andrea Schrall. &#8222;Wir finden sie aber pädagogisch nicht sinnvoll.&#8220; Drei bis vier Stunden seien &#8222;einfach zu knapp&#8220;, so ergänzte Sabine Eberlein, um mit den Kindern pädagogisch arbeiten zu können. &#8222;Deshalb ist es unser Wunsch, dass es sich die Eltern überlegen und ihren Kindern mehr Zeit geben.&#8220; <P>Mussten die Eltern früher um einen Platz im Kindergarten kämpfen, ist es heute eher umgekehrt. Auch in Geretsried, so Meinl, &#8222;nimmt die Zahl der zu betreuenden Kinder ab&#8220;. Deshalb wolle sich die Stadt als familienfreundliche Kommune weiterentwickeln. &#8222;Ich bin zuversichtlich&#8220;, so der Vize-Bürgermeister, &#8222;dass die Kindergärten nicht das Schicksal der Teilhauptschulen ereilen wird.&#8220; Zumal die Einrichtungen in Geretsried eine &#8222;sehr hohe Qualität&#8220; hätten, lobte Meinl. <P>

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