Stadtleitbild: Stephan Heinle leitet Projektteam

Geretsried - Der Streit aus dem Vorjahr ist beigelegt. Bei der Fortschreibung des Geretsrieder Stadtleitbilds ziehen jetzt alle Fraktionen an einem Strang.

Einstimmig beschloss der Stadtrat diese Woche, ein zwölfköpfiges „Team Leitbild 2025“ einzusetzen, das den Prozess, der vor allem auf eine breite Bürgerbeteiligung abzielt, begleiten soll. Die Projektleitung übernimmt der Unternehmensberater Stephan Heinle, bekannt als Vorsitzender des TuS Geretsried.

Im vergangenen Jahr hatte es um das Thema einen heftigen Disput gegeben. Erst wurde der Antrag aus der CSU-Fraktion, das Leitbild von 1999 fortzuschreiben, nur mit knapper Mehrheit angenommen. Dann präsentierte ausgerechnet die Gegenseite einen Vorschlag, wie der Prozess ablaufen könnte. Stephan Heinle, selbst Mitglied bei den Grünen, hatte dazu ein Konzept erarbeitet, das auch bei den Freien Wählern und der SPD Anklang fand. Obwohl von den Vorgesprächen ausgeschlossen, stimmte letztlich auch die CSU dem Papier zu. Für das Jahr 2012 wurden 30 000 Euro Materialkosten in den Haushalt eingestellt. Das Team selbst arbeitet vollständig ehrenamtlich und erhält auch kein Sitzungsgeld.

Jede Fraktion durfte in die Arbeitsgruppe einen Vertreter entsenden, der aber nicht unbedingt dem Stadtrat angehören muss. Die CSU entschied sich für ihren Ex-Stadtrat Michael Müller, die SPD für ihre Stadträtin Edith Peter, die Freien Wähler für ihre Ortsvorsitzende Ellen Lutze und die Grünen für ihre Stadträtin Beate Paulerberg. Sie werden nun weitere sieben Personen bestimmen, die sich um die Themen Wirtschaft, Energie, Verkehr, Freizeit/Kultur/Sport, Familie, Bildung und Verwaltung kümmern sollen.

Zugleich wurde das Team beauftragt Heinles Konzept zu verfeinern und eine Zeitschiene festzulegen. Insbesondere erwartet sich der Stadtrat Vorschläge, wie mit der vermutlich parallel stattfindenden Bürgerbeteiligung zur Entwicklung der Böhmwiese verfahren werden soll. (sas)

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