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Seit 2006 ist das Eisstadion eine Freiluftarena. Mit dem Beschluss des Stadtrates vom Dienstag steigen die Chancen für eine neue Überdachung.

Pläne für Überdachung

Stadtrat hat entschieden: Eisstadion bleibt, wo es ist

Geretsried - Mit 19:11 Stimmen hat der Geretsrieder Stadtrat entschieden, dass der Standort des Eisstadions bestehen bleibt. Jetzt wollen die Räte in  die Planung für eine neue Überdachung einsteigen.

Die Chancen, dass die Eissportfreunde in Geretsried wieder ein Dach über den Kopf bekommen, sind gestiegen. Mit 19:11 Stimmen hat der Stadrat am Dienstagabend beschlossen, dass der bisherige Standort des Eisstadions bestehen bleibt. Planungskosten für den Neubau einer geschlossenen Eishallen-Überdachung mit Sanierung des Altbestands sollen in diesem und in den Folgejahren im Haushalt eingestellt werden. Grob geschätzt dürfte die Maßnahme gut fünf Millionen Euro kosten. Eine Gegenfinanzierung über einen Verkauf des Festplatzes wird es nicht geben. Auch der soll nach dem Willen der Stadtrats-Mehrheit erhalten bleiben.

Es war eine Fortsetzung der Diskussion im Wahlkampf. Während die Freien Wähler um ihren unterlegenen Bürgermeisterkandidaten Robert Lug weiter der Idee eines neuen Multisportparks auf der grünen Wiese nachhängen, plädierten CSU und SPD für eine Beibehaltung des Standorts. Vor allem Stadtratsrückkehrer Walter Büttner (SPD) drängte auf eine Grundsatzentscheidung und erntete dafür Beifall von den zahlreichen ESC-Mitgliedern auf den Rängen. Das „Geeiere“ müsse ein Ende haben, sagte er. Zumindest den Beschluss, dass das Eisstadion am jetzigen Standort erhalten bleibt und der Festplatz nicht zur Gegenfinanzierung einer Sanierung verkauft wird, könne man fassen. Dem schloss sich CSU-Fraktionsschef Volker Reeh an und formulierte Büttners Vorstoß als Antrag zur Geschäftsordnung.

Über diesen ließ CSU-Bürgermeister Michael Müller nach zweistündiger Debatte auch abstimmen. Dagegen votierten Freie Wähler, Grüne und FDP. „In Zeiten des Klimawandels können wir es uns nicht leisten, ein Eisstadion zu unterhalten“, erklärte Volker Witte namens der Fraktion der Grünen. FW-Sprecher Lug kritisierte, dass für eine Entscheidung verlässliche Daten fehlten. Er hat die Befürchtung, dass sich die Stadt übereilt in die Planung stürzt und dann von den Kosten überrollt wird. Büttners Aussagen seien „billig“ und dienten nur dazu, sich beim ESC „lieb Kind zu machen“.

SPD und CSU hielten dem entgegen, dass man verlässliche Daten erst bekomme, wenn man tatsächlich in die Planung einsteige. Bislang gibt es nur Voruntersuchungen und Entwurfsskizzen. Die Variante B, für die sich der Stadtrat am Dienstag aussprach, wurde von dem Architekten und ESC-Mitglied Daniel Hock ehrenamtlich erarbeitet.


Sabine Schörner

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