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Strahlungswerte "kein Kinderspiel mehr"

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Die Sprecher der Bürgerinitiative gegen Elektrosmog, Hans Schmidt (li.) und Ernst Hölzl haben gut lachen. Die Kassenlage stimmt, dem Vorstand bescheinigten die Mitglieder in der Jahresversammlung, gute Arbeit geleistet zu haben. Foto: Claudia Koestler
Die Sprecher der Bürgerinitiative gegen Elektrosmog, Hans Schmidt (li.) und Ernst Hölzl haben gut lachen. Die Kassenlage stimmt, dem Vorstand bescheinigten die Mitglieder in der Jahresversammlung, gute Arbeit geleistet zu haben. Foto: Claudia Koestler

Wolfratshausen - Die Mobilfunk-Strahlungswerte rund um die Straßenmeisterei sind laut der Bürgerinitiative gegen Elektrosmog (BI) viel zu hoch. Jetzt will die BI Maßnahmen ergreifen.

Ernst Hölzl hatte dort kürzlich nach eigenen Angaben Werte von bis zu 6930 Mikrowatt gemessen. „Zum Vergleich: Der Salzburger Vorsorgewert liegt bei Zehn“, sagte er am Donnerstagabend in der Jahresversammlung der BI im Gasthof zur Linde.

„Kein Kinderspiel mehr“, so sein Fazit, auch wenn es sich um GSM-Frequenzen und nicht um das von den Mobilfunkkritikern gefürchtete UMTS handle - der entsprechende Sender sei nämlich dort noch gar nicht in Betrieb.

Aufgrund der hohen Strahlungswerte will die Bürgerinitiative nun aktiv werden: „Wir haben ja eine Reihe von Blutuntersuchungen bei Anwohnern durchgeführt, bevor der Sendemast in Betrieb ging und wollten gleich nach Inbetriebnahme eine zweite Messreihe zum Vergleich durchführen“, erklärte Hölzl.

Allerdings will die Initiative zunächst mit einer Befragung starten und dabei auf die Möglichkeit der zweiten Blutuntersuchung hinweisen. „Denn es ist ungewiss, was wir mit den Ergebnissen anfangen können“, sagte Hölzl. Mit den Vorher-Nachher-Werten vor Gericht zu ziehen sei risikoreich. „Das Schlimmste, das uns passieren könnte, ist, dass wir runterfallen“, wusste Hölzl.

Die große Frage in der Jahresversammlung war, wie man die Stadträte besser einbindet, das heißt fürs Thema Mobilfunk sensibilisiert. Denn bisher sei die Kommunikation „eher mäßig“. Vertreter der BI wollen sich deshalb verstärkt an den Stammtischen der Parteien beteiligen.

Gänzlich problemlos verlief das Ende der Jahresversammlung: Kassenlage gut, Vorstand gut, und Schmidt und Hölzl wurden für weitere zwei Jahre als Sprecher der Bürgerinitiative bestätigt. (cjk)

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