Um Struzyna-san strahlt's golden

Wolfratshausen/Japan - Der berufsmäßige Wolfratshauser Stadtrat Peter Struzyna bekommt die höchste Auszeichnung, die die japanische Regierung einem Ausländer gewährt.

Man sagt, dass Menschen sich im Laufe ihres Daseins visuell Lebenspartnern und -umständen angleichen. Und tatsächlich: Blickt man Peter Struzyna ins Gesicht, möchte man schwören, die Augen sind ein kleines bisschen schlitzförmiger als vor 15 Jahren. Mit einer Japanerin ist Wolfratshausens Berufsmäßiger Stadtrat zwar nicht verheiratet, doch das Land der aufgehenden Sonne liebt er. Diese Liebe wird erwidert: Am 8. Juni erhält Struzyna die höchste Auszeichnung, die Nippon einem Ausländer gewährt: den „Orden der Aufgehenden Sonne, goldene und silberne Strahlen“.

In Kindertagen las Struzyna Bücher über den Berg Fuji, er verfolgte via TV begeistert die Olympischen Spiele in Tokio 1964. Dass sich in den 90ern die Städtpartnerschaft zwischen Wolfratshausen und Iruma entwickelte, war für ihn „ein gefundenes Fressen“. Er bastelte mit an der Freundschaft, war neunmal drüben. Mittlerweile hat er sich in seinem Heim „einen kleinen japanischen Raum eingerichtet“. Noch dürfe man den mit Schuhen betreten, sagt der Penzberger, „die Tatami-Matten lege ich erst rein, wenn ich pensioniert bin“.

Der Orden, den er nun bekommt, ist für Struzyna weniger wichtig als die Bedeutung dahinter: „Es freut mich, dass mein Engagement in Japan zur Kenntnis genommen wird.“ (peb)

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