Wirtschaftsförderung

Von der Surfwelle bis zum Flößertag

Wolfratshausen – Das Jahr 2015 der Stabsstelle Tourismus und Wirtschaftsförderung steht im Zeichen des Wassers.

Im Frühjahr will Gisela Gleißl in die Planung für die Surfwelle einsteigen, ein Audio-Guide zur Flößerei ist in Arbeit und der Deutsche Flößertag, der 2017 zum ersten Mal in Wolfratshausen stattfindet, wirft seine Schatten voraus.

„Ich möchte meine Arbeit wie bisher fortsetzen“, sagt Gisela Gleißl von der Stabsstelle Tourismus und Wirtschaftsförderung im Rathaus. Ein Projekt, das ihr besonders am Herzen liegt und 2015 konkrete Formen annehmen soll, ist die Surfwelle in Weidach. „Es schaut gut aus“, freut sich Gleißl. Sie geht davon aus, „dass wir mit dem Kraftwerksbetreiber eine Kompromisslösung finden werden“. Das weitere Vorgehen: Anfang 2015, wenn die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vorliegen, soll ein Zeitplan erstellt werden. Dann könne zum ersten Mal auch über die Kosten für das Projekt gesprochen werden.

Neben dem Surfspaß will Gleißl 2015 den Außenauftritt ihrer Stabsstelle vorantreiben: „Ich will das Print- und Online-Angebot verbessern.“ Konkret ist ein Audio-Guide zur Flößerei in Arbeit, der auf Papierform erscheinen und einen so genannten QR-Code enthalten soll. Über diesen lasse sich mit dem Smartphone ein Image-Film sowie eine Audio-Datei abrufen. Nach diesem Konzept könnten weitere Audiostrecken entstehen – übers Heimatmuseum oder Stadtführungen. Dazu kommt ein Flyer zu Hubert und Staller und einer mit Radtourvorschlägen. Zudem plant Gleißl, eine Mehrtagesradtour mit Start- und Zielpunkt Wolfratshausen zu entwickeln und zu vermarkten. Als wäre das noch nicht genug, wird 2015 der Tourismus-Imageprospekt „gerelaunched“, das heißt, er bekommt einen neuen Anstrich. Auch online will Gleißl im neuen Jahr eine Schippe oben drauf legen. Die Werbung in den sozialen Netzwerken soll ausgebaut werden. Die Facebook-Seite der Stadt „Kultur.Tourismus.Wolfratshausen“ zählt zurzeit gut 220 „Gefällt mir“-Angaben. Tendenz steigend. Vorantreiben sollen das Online-Wachstum frische, neue Blog-Einträge. Der Blog, den Gleißl und ihr Team im Februar ins Leben gerufen haben, soll auf einer neuen Webpräsenz der Stadt „an eine prominentere Stelle kommen. Der Blog ist aktuell noch ein bisschen versteckt“, sagt Gleißl.

Aufwärts gehen soll es 2015 auch mit den Gästezahlen in den Hotels, von 29 000 auf 31 000. Gleißl geht davon aus, dass 6000 Gäste in privaten Unterkünften unterkommen werden (Ansatz 2014: 5500). Für den Campingplatz erwartet die Tourismusmanagerin konstante Zahlen. Der Wert von 2013 (2300 Camper, ohne Dauergäste) soll 2015 wieder erreicht werden. Besonders freut sich Gleißl über eine frisch gekürte Fünf-Sterne-Ferienwohnung in Farchet. „Die erste in Wolfratshausen“, sagt sie. Außerdem wartet die Rathaus-Mitarbeiterin sehnsüchtig auf die geplante Erweiterung des Landhauscafés an der Sauerlacher Straße.

Der Aufbau eines City-Managements in Zusammenarbeit mit der CIMA und der Lenkungsgruppe geht 2015 weiter und endet im Mai 2016. Dann, „wenn die CIMA aus dem Haus ist“, so Gleißl, müsse man sich Gedanken über eine zweite Stelle im Bereich Tourismus und Wirtschaftsförderung machen, den sie zurzeit alleine betreut. Termine, die noch eine gewisse Zeit hin sind, aber zum Teil schon 2015 vorbereitet werden müssen, sind die Iloga 2016 und der Deutsche Flößertag, der 2017 zum ersten Mal in Wolfratshausen stattfindet. „Da müssen wir schon die eine oder andere Kleinigkeit klären.“

Gleißls Aufgaben- und Ideenliste ist lang, „das Budget für all das leider sehr gering. Ich muss deshalb um so besser haushalten“. Das Budget für Tourismus und Wirtschaftsförderung liegt 2015 bei 167 900 Euro (2014: 143 900). Gleißl: „Es ist marginal mehr geworden.“ Alessandro Capasso

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