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Bitte melde dich! Ein Teufelchen hat Klaus Wagner beim Rosenmontagsball der Kolpingfamilie den Kopf verdreht. Der Münchner würde die Frau gerne wiedersehen.

Teuflisches Rendezvous

Hilferuf per Zeitung: Klaus Wagner sucht sein Teufelchen

Himmel und Hölle passen eigentlich gar nicht zusammen. Seit Klaus Wagner ein rotes Teufelchen begegnet ist, schwebt der Münchner allerdings auf Wolke Sieben. Der Haken: Bisher ist er dort allein. „Ich hoffe wirklich, dass mir jemand helfen kann“, so der 55-Jährige.

Wolfratshausen – Seit dem Rosenmontagsball der Kolpingfamilie geht ihm eine Frau, die in der Loisachhalle gefeiert hat, nicht mehr aus dem Kopf. Lange hat er überlegt, jetzt hat sich der Münchner in einem Hilferuf per Facebook an unsere Zeitung gewendet. „Ich arbeite beim Sicherheitsdienst Bavaria Werkschutz“, so der 55-Jährige. Weil der in Wolfratshausen eine Niederlassung hat, sei Wagner am Rosenmontag in der Loisachstadt an der Garderobe im Keller eingesetzt gewesen. „Da habe ich eine total liebe Frau getroffen, die als Teufelchen verkleidet war“, ergänzt der geschiedene Münchner. „Aber als ein ganz süßes.“

Aus dem „Bis später!“ wurde nichts

Bevor sie zum Feiern nach oben ging, habe sich die Frau mit dem Vater einer Tochter eine Zeitlang „total nett“ unterhalten. „Dann kam sie noch einmal und holte ihre Jacke, um ihre Freundin nach Hause zu fahren.“ Wagner hob ihre Garderobenmarke auf. Als sie zurückkam, gab sie die Jacke wieder bei ihm ab. Er plauderte erneut mit der als Teufel verkleideten Unbekannten, anschließend stieß sie wieder zu den Feiernden. „Wir sagten beide: ,Bis später‘, aber es gab leider kein später“, so Wagner. Als die Frau zurückkam, um ihre Jacke für den Nachhauseweg abzuholen, war der Sicherheitsbeauftragte nicht mehr an der Garderobe. „Auf der Toilette kam es leider gegen 2 Uhr zu einer kleinen Schlägerei, deshalb war ich dort einige Zeit beschäftigt“, erklärt Wagner.

Wer ist das rote Teufelchen?

Er würde die Frau gerne erneut treffen, hat aber kaum Anhaltspunkte darüber, wer sich im „normalen Leben“ hinter dem Teufelskostüm verbirgt. „Wir haben uns nicht einmal vorgestellt. Name, Alter, Wohnort – keine Ahnung.“ Die einzigen Anhaltspunkte gibt das Faschingskostüm. „Ihr Gesicht und ihre Haare waren wegen des Teufel-Kostüms voller roter Farbe. Außerdem trug sie eine Maske und Hörner“, beschreibt Wagner die Verkleidung. Sie sei schätzungsweise etwa 1,60 Meter groß, zwischen 40 und 45 Jahre alt und zierlich. „Ich weiß, das ist nicht viel. Aber ich würde sie gern wiedersehen.“

Von Magdalena Höcherl

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