Ein zum Tode verurteiltes Backenhörnchen

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Holzhausen &#8211; Sie schnattert und plappert und schwatzt und quatscht &#8211; in allerderbstem Dialekt, leidenschaftlich, mit unglaublicher Geschwindigkeit: Wenn die unbestrittene Wortführerin der Wellküren loslegt, dann flattern selbst alteingesessenen Holzhauser Bayern die Ohren. Gut also, dass am Samstagabend die trans-bierbänkische Nachbarschaftshilfe im Publikumsraum optimal funktionierte. Konnte der noch vom vorhergehenden Witz amüsierte Nebenmann mal nicht Tempo halten, dann wurden die besten der rasant vorgetragenen Pointen bereitwillig einfach noch mal kurz repetiert. <P>Anlässlich der Einweihung des neuen Schießstandes hatte der Holzhauser Schützenverein ins Vogl-Stadl eingeladen, wo die drei Well-Schwestern Burgi, Bärbi und Moni mit ihrem schwung- und temperamentvollen Programm &#8222;Stubenmusik macht süchtig&#8220; begeisterten. Wen? &#8222;Gut 350 Zuschauer sind&#8217;s&#8220;, sagte Christa Werner, die es wissen muss. &#8222;Wenn der Merkur mal net kimmt, im Falle des Falles&#8220;, hatten die Kabarettistinnen schließlich gestanzelt. &#8222;Bei der Christa Werner, da erfährst wirklich alles&#8220;. <P>Auch auf politischem Terrain wurde zur Freude des Publikums gestichelt &#8211; auf kommunaler, bayerischer und Bundesebene. Etwa gegen die &#8222;laaren Hosen&#8220; vom Münsinger Gemeinderat, den &#8222;ewigen Stoiber&#8220;, den &#8222;Westerwelle, der bestimmt die Creme von der Uschi Glas benutzt hat&#8220; oder gegen &#8222;unsere Angie, die wie ein zu Unrecht zum Tode verurteiltes Backenhörnchen aussieht&#8220;. Lieblingsopfer der Wellküren waren aber &#8211; ganz offenkundig &#8211; die &#8222;Hypo-Bankler&#8220;. Ausgerechnet einen solchen holten sie gegen Ende der Vorstellung in partnervermittelnder Mission auf die Bühne. Und dann war er, &#8222;Sebastian, 33 und somit im besten heiratsfähigen Alter&#8220;, noch nicht einmal ein &#8222;echter Holzhauser Aborigine&#8220;. Während der formvollendeten Tanzeinlage mit dem flugs arrangiertem &#8222;Date Marion&#8220; verflog die anfängliche Enttäuschung aber rasch und Well-Schwester Moni frohlockte schon: &#8222;Wenn des was wird mit Euch beiden, dann kommen wir und singen die Hochzeit&#8220;. <P>Das Fazit nach zweieinhalb Zugaben: Die &#8222;Hardcore&#8220;-Stubenmusi der Wellküren macht wirklich süchtig. Und deswegen ist Vorsicht geboten: &#8222;Wir haben damit angefangen, weil des die beste Empfängnisverhütung ist&#8220;, meinten die Kabarettistinnen. &#8222;Vergesst&#8216;s aber des andere nicht. Wir brauchen doch Kinder.&#8220; K Kerstin Franke <P>

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