1. Startseite
  2. Lokales
  3. Geretsried-Wolfratshausen

Münchner Top-Jurist stirbt bei Unfall auf Autobahn

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Dorita Plange

Kommentare

null
Völlig demoliert wurde der Porsche des Juristen, der auf der A 95 in eine Baumgruppe gerast war. © Thomas Gaulke

Icking - Es sind Bilder, bei denen der Atem stockt: Der Tote aus dem völlig zerstörten Porsche ist nach Informationen der tz der Münchner Top-Jurist Dr. Christoph R (45). Sein Bruder hat das Rabattsystem Payback erfunden.

Am Sonntagmorgen verunglückte Christoph R. tödlich auf der Autobahn A 95 bei Icking.

Das tragische Ende einer Bilderbuch-Karriere: Im Geschäftsleben gelang dem Anwalt eine Vorzeige-Karriere. Und auch privat war der mit seiner Familie in München lebende Jurist ein glücklicher Mann. Er hatte eine schöne Frau und zwei kleine Töchter, die er über alles liebte. Die Berge liebte der überaus sportliche Anwalt mit dem strahlenden Lachen zu allen Jahreszeiten: Skifahren, Telemarken, Wandern, Rennradfahren. Zudem interessierte er sich für Oper und Klavier, für die Moderne Kunst und er las viel. Anfang des Jahres erfüllte sich der 45-Jährige seinen Traum von einem Porsche, in dem zuweilen auch die Töchter mitfuhren. Ein herausgerissener Mickey-Maus-Kindersitz in den Trümmern hatte zur Folge, dass die Einsatzkräfte die Unfallstelle sofort nach einem möglicherweise mit verunglückten Kind absuchten.

Doch R. war Sonntagfrüh allein unterwegs gewesen. Seine Frau machte gerade Urlaub in der Schweiz. Den Rettern an der Unfallstelle bot sich ein grauenvolles Bild. Die Polizei ermittelt derzeit noch, wie schnell Christoph R. unterwegs war. Aufschluss darüber könnte ein anderer Autofahrer geben, der später zu Protokoll gab, dass er selbst Tempo 200 gefahren war und plötzlich von einem Porsche überholt wurde – mit einem Wahnsinnstempo. Viel zu schnell auf dieser noch nachtfeuchten Fahrbahn der A 95 zwischen Schäftlarn und Höhenrain in Richtung Garmisch-Partenkirchen.

Tödlicher Unfall mit Porsche auf A95: Bilder

Es ist eine gefürchtete Strecke, auf der kein Tempolimit gilt und auf der allein in den vergangenen Wochen bereits drei Fahrzeuge schwer verunglückten. Nun wurde sie auch dem Münchner Anwalt zum Verhängnis. Am Sonntagfrüh um 6.10 Uhr brach auf Höhe Icking (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) plötzlich das Heck von R's Porsche aus. Ungebremst schoss der Sportwagen nach rechts von der Autobahn die Böschung hinauf, knallte mit der Fahrerseite in eine Baumgruppe. Der Aufprall war so extrem, dass der Motor aus dem Wrack gerissen wurde und 50 Meter weiter auf dem Pannenstreifen aufschlug. Sämtliche Airbags sprangen auf.

Zwei zufällig vorbeifahrende Feuerwehrmänner eilten zu Hilfe. Doch sie konnten nichts mehr tun. Der Top-Jurist war offenbar auf der Stelle tot. Mit ihm starb das Glück seiner kleinen Familie. In dem zerfetzten Wrack bargen die Einsatzkräfte auch sein Handy. Es war unversehrt geblieben und klingelte noch während der Bergungsarbeiten mehrfach. Es war seine Frau, die ihren Mann erreichen wollte.

Dorita Plange/Sebastian Arbinger

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion