Deutsche Bestenleistung lief Linus Wiedenbauer in seinem Jahrgang 2001 über die 800 Meter.

Leichtathletik

Top-Zeiten bei Regensburger Gala

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Linus Wiedenbauer aus Geretsried und die Sachsenkamerin Thea Heim tragen sich beim größten deutschen Leichtathletik-Meeting in die deutschen Bestenlisten ein.

Geretsried - Es war ein Bild mit Symbolkraft: Während die Gegnerinnen nach 1500 Metern im Ziel ermattet auf die Tartanbahn sanken, grinste Thea Heim von einem Ohr zum anderen und stand den Reportern entspannt Rede und Antwort. Beim größten deutschen Meeting, der Regensburger Leichtathletik-Gala, hat die Sachsenkamerin binnen 16 Stunden Top-Zeiten über 1500 und 5000 Meter abgeliefert.

Auch der Geretsrieder Youngster Linus Wiedenbauer – erstmals im blauen Trikot seines neuen Vereins Telis Finanz Regensburg – zeigte gleich bei seinem Saisondebüt ein fulminantes Rennen. Über die 800 m pulverisierte der 16-jährige Realschüler seine Bestleistung aus dem letzten Jahr um über zwei Sekunden. 1:56.45 Minuten bedeuten für Wiedenbauer nicht nur persönlichen Rekord. Wie schon in den vergangenen drei Jahren lief er die schnellste Zeit seines Jahrgangs 2001 in Deutschland. „Die Strategie für das Rennen war, in der ersten Runde eine 56er Zeit anzulaufen und dann eine 60-Sekunden-Runde draufzusetzen“, erklärt Coach Norman Feiler die Marschroute für seinen Schützling. Und Wiedenbauer setzte die Vorgaben exakt um. Mit hoher Dynamik hatte er keinen Respekt vor den älteren Konkurrenten. Mit dieser Zeit unterbot er im ersten Rennen der Saison die Norm (1:59.00 min.) für die Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm Anfang August um fast drei Sekunden.

Doppelstart mit Erfolg: Thea Heim siegt über 1500 Meter und läuft persönliche Bestzeit über 5000 Meter.

Thea Heim hatte bei der Regensburger Laufnacht am Abend zuvor ihr Bahndebüt über die 5000 m gegeben. Auf der Straße hatte sie diese Strecke schon zweimal bewältigt. 16:23 Minuten standen hier zu Buche. Doch im Regensburger Universitätsstadion ging es deutlich schneller. Schon allein deshalb, weil Trainerfuchs Norman Feiler sie fürs Männerrennen angemeldet hatte. „Theas Niveau ist gegenwärtig sehr hoch. Es ist schwierig, in Europa Frauenrennen auf der Langstrecke auf diesem Niveau zu finden. Deshalb hat sich das Männerrennen angeboten“, erläutert Feiler die Ausgangslage. Bei optimalen 18 Grad um 22 Uhr startete das abschließende 5000 m-Rennen. Heim peilte eine Sechzehn-Null an. Nach einem turbulenten Rennen, das sie zeitweise sogar vor allen Männern anführte und einem Hänger nach 4000 Metern zeigte sie auf den letzten eineinhalb Runden ihr berühmtes Finish. Auf der Zielgeraden überspurtete sie schließlich auch noch Nada Ina Pauer – die einzige Konkurrentin im Männerfeld – und holte sich den Sieg bei den Frauen in 16:08.34 Minuten – persönliche Bestleistung und Platz acht in der deutschen Bestenliste. Damit hat Heim die DM-Norm um über eine Minute unterboten.

Dass sie nicht ganz an ihre Grenzen gegangen ist, zeigte die 24-Jährige tags darauf bei der Leichtathletik-Gala über 1500 Meter in einem erlesenen Feld der besten deutschen Läuferinnen. Mit 4:22.16 Minuten verbesserte sie ihre Saisonbestzeit aus der vergangenen Woche überraschend noch einmal. „Thea ist in einer sehr guten Verfassung. So stark wie nie. Jetzt müssen wir langsam die Top- Leistung herauskitzeln“, blickt Feiler voraus. Das könnte bei den Deutschen Meisterschaften in Erfurt sein (8./9. Juli), wo Thea Heim über 1500 und 5000 Meter zu den Medaillenkandidatinnen zählt. Wolfgang Stauner

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