Rufus Beck

Träumen vom Sommer

Wolfratshausen - Schön wär’s, wenn das Motto des Abends heute auch einmal Programm wäre. Dann könnte Schauspieler Rufus Beck im Rahmen des Literatursommers im Bergwald aus Shakespeares „Sommernachtstraum“ tatsächlich unter freiem Himmel lesen.

Ob die Bergwaldbühne wirklich trocken bleibt, oder eines der heuer üblichen Gewitter Rezitator und Zuhörer doch wieder ins Wirtshaus Flößerei treibt, klärt sich erst kurzfristig. Sicher ist immerhin, dass die Vorstellung um 20 Uhr beginnt und Beck vom Trio „Tango Transit“ musikalisch unterstützt wird. Karten gibt’s zu 22 (ermäßigt 16) Euro. Vor seinem Besuch unterhielt sich unsere Mitarbeiterin Tasmin Gutwald mit Rufus Beck über seinen Auftritt an der Loisach.

- Herr Beck, wieso haben Sie sich für das Stück „Ein Sommernachtstraum“ von Shakespeare entschieden?

Die Musik von Mendelsohn Bartholdy hat mich dazu angeregt, ein Programm aus dem „Sommernachtstraum“ zu machen. Ich wollte Theater und Musik vereinen und führe das Stück jetzt schon seit mehreren Jahren auf. Mal bin ich mit einem Jazztrio unterwegs, mal mit zwei Pianistinnen. Ich habe das Stück teilweise umgeschrieben und neue Textstellen hinzugefügt. Einfach um es etwas zu entwirren. Damit es jeder verstehen kann. Auf der Bergwaldbühne spiele und erzähle ich dann den Shakespeare-Text, während mich das Jazztrio mit Musik begleitet. Ich hoffe, so kann ich mein Publikum mit auf eine Reise nehmen.

- Aber haben Sie denn noch gar nicht mitbekommen, dass die Bergwaldbühne verflucht sein soll? Jedes Mal wenn ein Künstler heuer dort auftreten wollte, hat es geregnet.

Nein, das habe ich noch nicht gehört. Aber leider habe auch ich nicht die Magie, den Regen beeinflussen zu können. Meine Magie besteht nur auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Wenn das Wetter tatsächlich schlecht wird, wäre das zwar schade, aber ich führe mein Stück auch gerne in der Flößerei auf.

- Und was erwarten Sie sich persönlich von dem Abend?

Ich freue mich einfach auf Wolfratshausen und hoffe, ich kann die Einheimischen in eine andere Welt entführen. Eine Welt, die aus Shakespeare, Jazz und einem Sommernachtstraum besteht.

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