Treffer ins Goldene – und ins gegnerische Tor

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Moosham/Geretsried &#8211; Wenn Uschi Disl noch ein, zwei Jahre dranhängt, und das ist nach dem derzeitigen Stand gar nicht so abwegig, könnte sie durchaus als Mutter einiger Einsteigerinnen in den Biathlon-Weltcup durchgehen. Doch trotz ihrer mittlerweile 35 Jahre stand nie außer Frage, dass die Großeglseerin in Turin dabei sein wird &#8211; sofern sie frei von Krankheiten und Blessuren bleibt. Immer noch gibt es kaum Skijägerinnen in der Weltspitze, die besser sind als die Athletin des SC Moosham. Der vierte Platz am Donnerstag im Sprint in Antholz nach verletzungsbedingter Wettkampfpause belegte das einmal mehr. <P>Olympisch debütierte die aktuelle Sportlerin des Jahres 1992 in Albertville. Turin werden die fünften Spiele in Uschi Disls Karriere sein. Und sie hat sich einiges vorgenommen. Als Letztes in ihrer stattlichen Medaillensammlung fehlt ihr olympisches Einzelgold. Das ist das Ziel, obwohl sie es öffentlich so nie formulieren würde, und entspricht ihrem Handeln: Sogar ihren Heim-Weltcup ließ sie sausen wegen leichter Rückenbeschwerden. Ihre Absage für Ruhpolding erklärte die 35-Jährige so: &#8222;So kurz vor Turin will ich nichts riskieren.&#8220; <P>Neben Biathletin Disl werden vier Eishockeyspielrinnen den Nordlandkreis in Italien vertreten. Michaela und Andrea Lanzl sowie Sabrina Kruck und Steffi Frühwirt wurden beim TuS Geretsried groß, nach der Auflösung der Moskitos, der Geretsrieder Frauentruppe, jedoch in alle Winde verstreut. Am weitesten weg zog es Michael Lanzl: Die 22-Jährige Angreiferin spielt für das Frauenteam der University of Minnesota in Duluth, ist die Top-Torjägerin der Bulldogs. Schlittschuhtechnisch immer schon herausragend habe sich Lanzl in den USA weiter verbessert, sagt Bundestrainer Peter Kathan. &#8222;Sie ist jetzt auch im Back-Checking sehr gut, was international ganz wichtig ist.&#8220; Ihre Schwester Andrea stürmt im zweiten Block der Düsseldorfer Junioren. &#8222;Dort loben sie&#8217;s schwer&#8220;, sagt Kathan &#8211; und weiß auch warum: &#8222;Andrea hat athletisch zugelegt.&#8220; Überflüssige Pfunde seien verschwunden. <P>In der deutschen Bundesliga aktiv sind die läuferisch starke Steffi Frühwirt (Kornwestheim) und die schussstarke Verteidigerin Sabrina Kruck (Riessersee). Beide zählen mit 169 beziehungsweise 114 Länderspielen längst zu den Routiniers in der DEB-Auswahl. Alle vier Spielerinnen seien in Geretsried gut ausgebildet worden, sagt Nationalcoach Kathan, &#8222;darum finde ich es auch sehr schade, dass es dort kein Fraueneishockey mehr gibt&#8220;. <P>Seiner Mannschaft traut der Tölzer Kathan, anders als sein Sohn Klaus übrigens Olympia-Novize, in Turin eine ordentliche Rolle zu. Um Platz fünf will er mitspielen, &#8222;auch wenn wir mit den USA, Finnland und der Schweiz eine schwierige Gruppe erwischt haben&#8220;. Italien wäre ihm lieber gewesen, &#8222;so brauchen wir halt jetzt gegen die Schweiz einen Sieg&#8220;. Was nicht einfach wird: &#8222;Die haben sehr starke Torhüterinnen &#8211; und wir keinen echten Knipser.&#8220; K peb <P>

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