Trotz Bedenken: Champini darf zweite Kita bauen

Geretsried - Eigentlich hätten alle Stadträte zufrieden sein können. Entgegen früherer Aussagen bekommt die neue Champini-Kindertagesstätte an der Jeschkenstraße nun doch eine Freispielfläche.

Bei der Änderung des Bebauungsplans hieß es noch, die Kinder könnten zum Spielen in den Wald gehen. Über dieses Vorgehen ärgerte sich am Dienstag im Bauauschuss Sabine Gus-Mayer. „Das war jetzt das zweite Mal, dass man uns erzählt hat, dass eine Kita ohne Freispielfläche geplant wird“, erinnerte sie an die Debatte um das Kinderhaus am Johannisplatz. Dass es jetzt auch an der Jeschkenstraße anders kommt, freute die CSU-Stadträtin zwar. Sie und ihr Fraktionskollege Norbert Junius sahen aber ein neues Problem auf die Stadt zukommen. Wegen der Freispielfläche gibt es hinter der Kita keine An- und Abfahrtszone mehr. Stattdessen werden neben dem Gebäude und direkt an der Straße insgesamt sechs Stellplätze entstehen - drei mehr als die Bayerische Bauordnung für eine Kita mit 86 Plätzen verlangt. Der CSU war das trotzdem zu wenig. Sie befürchtet ein Verkehrsproblem, wenn die Eltern ihre Kinder mit dem Auto bringen und wieder abholen. „Sollen die in zweiter Reihe parken?‘“, fragte Gus-Mayer. Bürgermeisterin Cornelia Irmer sah darin kein Problem. Außerdem hätten Kitas im Gegensatz zu Schulen entzerrte Zeiten. Das heißt, nicht alle Eltern kämen zur gleichen Zeit. Weil gerade im Süden dringend weitere Betreuungsplätze gebraucht werden, stimmte letztlich auch die CSU dem Bauantrag von Champini zu. Dagegen votierte nur Herbert Mieseler von der SPD.

(sas)

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