Studierten die Pläne für die geplante Wohnanlage am Tauernweg: Die Nachbarn (v. li.) Barbara Grau, Harald Gerner, Hannelore Dietsche, Klaus Leicht, Alexandra Leicht und Gabi Schmeißl. In ihren Augen ist das Bauvorhaben „überdimensioniert“. Nun wollen sie eine Petition einreichen und in der ganzen Stadt Unterschriften gegen die allgemeine Nachverdichtung sammeln. Foto: hl

„Überdimensioniertes“ Bauvorhaben

Geretsried - Die Anwohner des Tauernwegs und des Glocknerwegs wollen eine Petition gegen das „überdimensionierte“ Bauvorhaben in ihrer Nachbarschaft starten.

22 Anwohner der beiden Straßen waren am Freitagabend trotz besten Biergartenwetters in die Gaststätte Isarwinkel gekommen. Dort hatte der Initiator des Treffens, Rolf Krautschneider, Pläne der - nach seinen Worten - „überdimensionierten“ Wohnanlage mit 38 Wohnungen an der Ecke Tauernweg 8/Glocknerweg 7 ausgelegt. „52 Meter lang ist die Fassade“, erklärt Krautschneider den Umstehenden. „Wahnsinn. Da haben die gegenüber Wohnenden nur noch eine Häuserwand vor sich“, sagt Hannelore Dietsche. Für Ingeborg Jablonski ist das Ausmaß unfassbar: „Ein Doppelhaus hätte da reingepasst. Aber doch nicht so ein Klotz“, meint sie kopfschüttelnd. Karl Nejedly, ein direkter Nachbar des Vorhabens, stimmt ihr zu: „Es war klar, dass die Erben das Grundstück irgendwann verkaufen würden. Und es ist auch klar, dass der Bauträger das Maximum dort rausholen möchte. Aber muss die Stadt dem wirklich zustimmen?“

Anwohner Rolf Krautschneider hatte am Freitagvormittag bereits 76 Unterschriften unmittelbar Betroffener gegen das Vorhaben im Bauamt abgegeben. Die Liste soll zusammen mit dem Bauantrag an das Landratsamt als Genehmigungsbehörde gehen.

Darüber hinaus beschlossen die 22 anwesenden Nachbarn eine Petition an den Bayerischen Landtag zu verfassen. Ihr Anliegen deutlich machen wollen die Anwohner am kommenden Sonntag beim SPD-Stadtgespräch. Und noch einen Schritt weiter gehen die erbosten Bürger. Sie wollen in ganz Geretsried Unterschriften gegen die allgemeine Nachverdichtung sammeln. „Da kriegen wir bestimmt 500 und mehr Unterstützer zusammen, wenn wir argumentieren: Als nächstes könnte es Ihr Gebiet betreffen“, ist Ulrich Gottschalk optimistisch. (tal)

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