Ultraleichtflugzeuge haben’s schwer

Königsdorf - Die Königsdorfer Räte haben eine Erweiterung der Betriebsgenehmigung für das Segelflugzentrum auf Ultraleichtflugzeuge abgelehnt. Wegen der zunehmenden Beschwerden der Anwohner will man erst Gespräche führen, um eine Lösung für die Probleme zu finden.

Andreas Baumann vom Bauamt berichtete in der Ratssitzung am Dienstag, dass der Gemeinde ein Schreiben des Luftamtes Südbayern vorliegt, in dem die Haltergemeinschaft die Erweiterung der bisherigen Betriebsgenehmigung auf Ultraleichtflugzeuge (UL) beantragt hat. Die Gemeinde wird darin zur Stellungnahme aufgefordert.

Wie berichtet gibt es seit einem Jahr verstärkt Beschwerden über die Flieger. Im Sommer vergangenen Jahres hatten sich Bürger aus Wiesen mit einem Brief an das Segelflugzentrum und an die Gemeinde gewandt. Moniert wurde, dass es durch den Flugbetrieb „wiederum und auch in zunehmendem Maße zu erheblichen Belästigungen der Wiesener Bevölkerung kommt“. In der Novembersitzung hatte der Vorsitzende der Haltergemeinschaft, Alico Sternbeck, versucht die Wogen zu glätten. Sternbeck hatte auch angekündigt, dass der nächste anvisierte Schritt die Anschaffung leiserer Schleppmaschinen wie Ultraleichtflugzeuge sei.

In der Ratssitzung am Dienstag berichtete Andreas Baumann, dass sich die Haltergemeinschaft laut dem Schreiben des Luftamtes bereit erklärt habe, die UL-Flugzeuge nur im Tausch gegen die anderen Flugzeuge zu stationieren. Dies würde zu einer Reduzierung der Lärmbelästigung der Anwohner führen.

Eine Aussage, die im Gemeinderat skeptisch beurteilt wurde. Georg Köberl (UBL) meinte, dass die Anzahl der Flugzeuge wenig aussagekräftig sei. Es gehe darum, die Anzahl der Flugbewegungen zu deckeln und diese auch zeitlich festzumachen. Sternbeck bekräftigte in der Sitzung, dass man die Flugzeuge nur austauschen wolle.

Bürgermeister Anton Demmel schlug vor, die Erweiterung der Betriebsgenehmigung zunächst abzulehnen, um dann gemeinsam mit den Segelfliegern die gegenseitige Vereinbarung durchzugehen und einen Kompromiss für beide Seiten zu finden.

Der Gemeinderat beauftragte daraufhin die Verwaltung, eine Betriebsvereinbarung mit der Haltergemeinschaft zu entwerfen und dem Gemeinderat erneut vorzulegen.

(yvi)

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