Unbelehrbare Eltern gefährden Schüler

- Icking – Die Sicherheit seiner Schutzbefohlenen stand für den Direktor des Ickinger Gymnasiums, Dr. Winfried Steflbauer, schon immer ganz oben. Vor über einem Jahr zeigte er einen Schüler für das Queren der S-Bahn-Gleise beim Bundesgrenzschutz an (wir berichteten). Jetzt hat er die Eltern seiner Schüler im Visier. Denn: Steflbauer sieht die Jugendlichen durch das regelmäßige Verkehrschaos vor dem Gymnasium zu Unterrichtsbeginn und -ende gefährdet. Um Abhilfe zu schaffen, hat der Schulleiter die Polizei eingeschaltet.

Von Yvonne Zuber <P>Die Gefährdung geht aus Sicht von Steflbauer von einigen unbelehrbaren Eltern aus, die ihre Sprösslinge trotz des absoluten Halteverbots direkt vor der Schule ein- und aussteigen lassen. Der Schulleiter sieht in dem Verhalten der Autofahrer ein &#8222;permanentes zusätzliches Risiko&#8220; für seine Schüler: &#8222;Fußgänger müssen auf die Straße, weil wartende Eltern den Gehsteig blockieren. Fahrradfahrer müssen über holen und kommen dabei mit dem Gegenverkehr in der engen Ulrichstraße in Konflikt.&#8220; &#8222;Zudem wird der Schulbus-Parkplatz häufig durch parkende Fahrzeuge blockiert&#8220;, ärgert er sich. <P>Die Situation verschärfe sich im Winter erheblich durch glatte und durch Schnee verengte Straßen. Erst diese Woche seien einige Lehrer zu spät zum Unterricht gekommen, weil Eltern mit ihren Fahrzeugen den Lehrerparkplatz versperrt hatten. In dem Chaos von ein- uns ausparkenden Fahrzeugen habe es auch einen Blechschaden gegeben. <P>Nachdem Appelle, Gespräche und freundliche Briefe an der Windschutzscheibe nichts gebracht hätten, greift der Schulleiter nun zu anderen Mitteln. &#8222;Ab sofort bitten wir die Polizei um Unterstützung. Das heißt, es muss damit gerechnet werden, dass grob verkehrswidriges Verhalten mit einem Bußgeldbescheid belegt wird&#8220;, heißt es in einem aktuellen Rundschreiben an die Eltern von dieser Woche. <P>In dem Elternbrief bittet der Ickinger Schulleiter die Eltern nun nochmals, langsam zu fahren und zum Ein- und Aussteigen die Flächen am Kreisverkehr, &#8222;oder besser noch etwas weiter weg&#8220; zu nutzen. &#8222;Aus unserer Sicht ist es in unserer bewegungsarmen Zeit nicht notwendig, bis unmittelbar vor die Türe zu fahren&#8220;, ist in dem Schreiben zu lesen. Ein zusätzlicher Fußweg von etwa 100 Metern sei jedem zumutbar. <P>

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