Unfälle und Straftaten sind weiter rückläufig

- Bad Tölz-Wolfratshausen/Weilheim – Die Zahl der Verkehrsunfälle und der Straftaten im Oberland geht weiter nach unten. Die Polizeidirektion Weilheim, deren Schutzbereich die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau umfasst, hat jetzt ihre Halbjahresbilanz vorgelegt. Die wichtigsten Zahlen: Seit Januar krachte es 4437 Mal, 6795 Straftaten wurden von den Beamten verfolgt.

Von Hans Moritz <P>Damit setzt sich ein positiver Trend fort. Bereits bei der Jahresbilanzpressekonferenz für 2005 hatte die Direktion von rückläufigen Zahlen berichtet. Den 4437 Kollisionen stehen 4500 im Vorjahres-Vergleichszeitraum gegenüber, so Pressesprecher Klaus Schürgers. Bei 684 Unfällen kam es zu Personenschäden, 64 weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der Verletzten sank laut Schürgers von 1005 auf 920. Allerdings gibt es einen Toten mehr als in den ersten beiden Quartalen 2005: Zehn getötete Unfallbeteiligte sind ein schwarzer Fleck im Weilheimer Zahlenwerk. Den Gesamtsachschaden gibt Schürgers mit 4,3 Millionen Euro an. <P>Auffällig viele Wohnungseinbrüche <P>Der Hauptkommissar versichert, die Entwicklung werde die Beamten nicht ruhen lassen. Im Gegenteil: &#8222;Auch in Zukunft werden wir alle Anstrengungen unternehmen, um mehr Sicherheit auf den Straßen zu erreichen.&#8220; Schürgers kündigt für das zweite Halbjahr eine erhöhte Kontrolltätigkeit auf den Straßen des Oberlandes an. &#8222;Uns geht es insbesondere darum, die Zahl der Toten und Verletzten nach unten zu bringen&#8220;, so Schürgers. Daher müsse man bei den Hauptunfallursachen ansetzen &#8211; Alkohol und nicht angepasste Geschwindigkeit. <P>Für die Kriminaler erfreulich: Die Zahl der Straftaten sank im ersten Halbjahr 2006 um 244 auf 6795. Besonders markant ist der Rückgang bei Diebstählen von/aus Fahrzeugen (minus 28 Prozent), bei Betrügereien (minus zehn Prozent) und bei der Rauschgiftkriminalität (minus 25 Prozent). Die Aufklärungsquote gibt Schürgers mit 65,6 Prozent an, was einer Verbesserung um 1,7 Punkte entspricht. Besonders stark ausgeprägt sind diese Deliktgruppen: Diebstahl (2214 Fälle), Rohheitstaten wie Körperverletzung (1138 Fälle) und Vermögensstrafsachen wie Betrug (1034 Fälle). <P>Laut Schürgers in diesem Jahr besonders auffällig: &#8222;Wohnungseinbrüche häufen sich.&#8220; Der Vorjahreszahl 56 stehen 103 Einbrüche 2006 gegenüber. Die Polizei bittet daher alle Urlaubsreisenden, Wohnung oder Haus nicht so zu hinterlassen, dass Diebe regelrecht angezogen werden. Überquellende Briefkästen und tagelang heruntergelassene Rollläden seien Indizien. Besser sei es, die Nachbarn zu bitten, ein waches Auge zu haben. <P>

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