Vanilleeis mit Gänseblümchen

- Kräuterpädagoginnen ausgebildet - "Löwenzahnfrühling" beginnt

<P>In einem Pilotprojekt bildete Brigitte Klemme gemeinsam mit einem Kollegen 18 Frauen aus dem Tölzer Land zu Kräuterpädagoginnen aus. In 300 Unterrichtsstunden lernten die Teilnehmerinnen über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren nicht nur etwas über die Inhaltsstoffe der Pflanzen, die so manchen bisher ein Dorn im Auge waren. Sie erforschten auch die Mythen und Sagen, die sich um einige Kräuter ranken. "Das sind meist regionale Geschichten", erzählt Brigitte Klemme. "Wie etwa zum Himmelsschlüssel, den eine gute Fee einer Frau gab, die so ihren verstorbenen Liebsten noch einmal sehen konnte." Wer viel über Pflanzen wisse, werde sie auch erhalten wollen, glaubt Klemme. "Ich denke, das ist alternativer Naturschutz." <P>Hildegard Olbrich von der Landwirtschaftsschule in Wolfratshausen war von Anfang an begeistert von dem Projekt. "Es ist für die Frauen eine alternative Einkommensquelle. Sie bieten Seminare und Führungen an und liefern den Tafernwirten im Tölzer Land Kräuter für ihren Betrieb."<P>Mit der Aktion "Löwenzahnfrühling im Tölzer Land" soll das neue Angebot nun überregional bekannt gemacht werden. Hotels und Pensionen haben deshalb Pauschalangebote mit Kräuterführungen und Kochkursen ausgearbeitet. Die Direktvermarkter auf Bauernhöfen und die Tafernwirte tischen unter anderem Gierschkuchen, Bärlauchsuppe und Vanilleeis mit Gänseblümchen auf. Angeboten werden ab kommendem Donnerstag, 22. April, verschiedene Kräuterführungen, Kochkurse, Radtouren, ein Kräutermarkt und sogar komplette Kräutermahlzeiten.<P>Infos im Internet unter<P>www.loewenzahnfrühling.de.<P>

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