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Die Vorstandschaft des VdK Geretsried: (v. li.) Norbert Wendel (neuer 2. Vorsitzender), Hermann Tränkler (Beisitzer), Gisela Lucht (1. Vorsitzende), Marianne Tränkler (Beisitzerin), Rosemarie Bollner-Gradwohl (neue 2. Schriftführerin), Arno Bock (Pressewart), Gerlinde Hornof (Beisitzerin), Eva Draut (Kassierin), Cornelia Irmer (neue 2. Vorsitzende) und Margarete Metzger (neue Schriftführerin). Nicht auf dem Bild ist Elisabeth Pappers (Beisitzerin).

Sozialverband Geretsried

VdK-Chefin Lucht bekommt kompetente Unterstützung

Geretsried – Mit 1097 Mitgliedern ist der VdK Geretsried einer der größten Vereine am Ort. An der Spitze des Sozialverbands steht Gisela Lucht. Sie wurde am Samstag einstimmig in ihrem Amt bestätigt.

Ihre neuen Stellvertreter sind Cornelia Irmer, ehemalige Bürgermeisterin von Geretsried, sowie Norbert Wendel, der noch im Berufsleben steht. Das Interesse an der Versammlung war groß. Neben 68 Mitgliedern kamen auch zahlreiche Gäste. Fast 90 Besucher drängten sich im kleinen Saal der Ratsstuben. Bürgermeister Michael Müller und die stellvertretende VdK-Kreisvorsitzende Gabriele Skiba lobten in ihren Grußworten die Arbeit des Ortsvorstands. Müller hob die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem VdK hervor. Gemeinsam werde man weiterhin das Thema Hautarzt intensiv bearbeiten, um für die Bürger eine gute Lösung zu erreichen.

Gabriele Skiba erinnerte an die Erfolge, die der VdK 2014 erreicht habe. Als Beispiele nannte sie die Mütterrente, den Mindestlohn und die Rente ab 63 bei 45 Beitragsjahren. Damit sei der VdK jedoch nicht zufrieden. Weil jeder elfte Bürger in Bayern schwerbehindert ist, müsse für diese Menschen mehr getan werden. Die Eingliederung in den Arbeitsmarkt gelinge nicht in ausreichendem Maß. Wenn man Inklusion ernst nehme, müssten für alle Altersgruppen in der Gesellschaft bessere Bedingungen geschaffen werden. Skiba: „Menschen mit Handicaps haben ein Recht auf Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft.“

Gisela Lucht ließ in ihrem Rechenschaftsbericht die vergangenen vier Jahre Revue passieren. Der Vorstand fasste in 40 Sitzungen 85 Beschlüsse und nahm an zahlreichen Seminaren und anderen Veranstaltungen teil. Zum engeren Kreis der ehrenamtlichen Mitarbeiter zählen 50 Personen, die verschiedene Aufgaben übernehmen: vom Austragen der Ortsverbandszeitung über Besuchsdienste und Pflegebegleitung bis zum Sammeln von Spenden bei der Aktion „Helft Wunden heilen.“

Auch Gisela Lucht hob die gute Zusammenarbeit mit der Stadt hervor. Was sich unter Bürgermeisterin Irmer entwickelt habe, werde von ihrem Nachfolger Müller in bewährter Weise fortgesetzt. So wollen Stadt und VdK während der Weihnachtsfeier wieder gemeinsam pflegende Angehörige für ihren aufopfernden Dienst ehren.

2012 hat der VdK Geretsried einen Besuchsdienst für einsame Menschen in den Altenheimen neu belebt. Dazu wurden in zwei Kursen 27 Helfer fortgebildet. Seither treffen sich die Mitarbeiter sechs Mal im Jahr zum Erfahrungsaustausch. Eingeladen sind dazu auch die langjährigen Besuchsdienstler, die vor Jahren durch Klemens Irmer auf ihren Einsatz vorbereitet wurden.

Dass der Ortsverband die Betreuung seiner Mitglieder ernst nimmt, wird an einer Zahl deutlich: 334 Mal wurden in den vergangenen vier Jahren Mitglieder an runden Geburtstagen besucht. Neben 33 Stammtischen gab es jedes Jahr ein Grillfest, eine Weihnachtsfeier sowie eine Dankeschön-Veranstaltung für die ehrenamtlichen Helfer. Sehr beliebt sind auch die Tagesausflüge und die kulturellen Veranstaltungen, die der VdK organisiert.

Nachwuchsprobleme hat der Ortsverband nicht. Seit 2010 kamen 72 neue Mitglieder dazu, so dass es aktuell 1097 sind. Auch finden sich immer wieder Menschen, die sich für die sozialen Aufgaben des Verbands unentgeltlich engagieren. Verabschiedet wurde in der Versammlung Angelika Feichtmeier (84). Sie war viele Jahre ehrenamtlich für den VdK tätig, zuletzt als Vorstandsmitglied. Gisela Lucht würdigte Feichtmeiers Verdienste in Worten und mit einem Blumenstrauß.  (red)

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