Der Tanz geht weiter: Damit Traditionsveranstaltungen wie die Maifeier auf dem Karl-Lederer-Platz weiter stattfinden können, müssen die Geretsrieder Vereine für den Aufbau der Bühne und andere Leistungen des Bauhofes nurmehr die Hälfte bezahlen. foto: red

Vereine zahlen für Bauhofleistungen nur noch die Hälfte

Geretsried - Die Stadt Geretsried rudert zurück: Künftig sollen den Vereinen nur noch 50 Prozent der Bauhofleistungen in Rechnung gestellt werden.

Diese einstimmige Empfehlung gab der Ausschuss für Jugend, Senioren, Soziales, Kultur und Sport (Jusskus) am Dienstagabend dem Haupt- und Finanzausschuss.

Erst im vergangenen Jahr hatte sich der Stadtrat dazu durchgerungen, für die Leistungen des Bauhofs Geld zu verlangen. „Die Entscheidung ist auf haushaltspolitischen Druck entstanden“, erklärte Werner Rampfel vom Kultur- und Sportamt am Dienstag. „Die Verwaltung musste damals eine Giftliste auflegen.“

Zum 1. Juli 2010 wurde die Regelung eingeführt. Die Reaktionen ließen nicht alle auf sich warten. Laut Rampfel hat die Praxis gezeigt, dass die Bauhofkosten in einem Bereich liegen, in dem die Vereine bei nicht kommerziellen Veranstaltungen entweder an ihre Rücklagen gehen müssen oder sie gar nicht mehr durchführen können.

Als Beispiele nannte er die Maifeier der Egerländer Gmoi mit einem Aufwand von 2000 Euro und das Patronatsfest der Griechischen Gemeinde mit Ausgaben von 1000 Euro. Und dies seien nur die reinen Bauhofkosten, so Rampfel, Gema-Gebühren und andere Abgaben kämen noch dazu. Der Rathausmitarbeiter empfahl deshalb dem Ausschuss, den Bühnenaufbau und andere Leistungen des Bauhofes nur noch zur Hälfte in Rechnung zu stellen.

Mehr dazu lesen Sie in der Donnerstagsausgabe des Geretsrieder Merkur/Isar-Loisachboten. (sas)

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