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Auf Wiedersehen: Nach knapp zehn Jahren verabschiedet sich Bürgermeisterin Cornelia Irmer aus dem Amt. Das Foto zeigt sie mit ihrem Amtskollegen aus der französischen Partnerstadt Chamalières, Louis Giscard d’Estaing, beim Sommerfest 2010.

Abschied von Bürgermeisterin Cornelia Irmer

„Vergelt’s Gott! Und pfia Gott!“

Geretsried - Nach knapp zehn Jahren wird Bürgermeisterin Cornelia Irmer (parteifrei) am heutigen Dienstag aus dem Amt verabschiedet. Viele würden ihr zum Abschied gerne noch etwas sagen. Einigen haben wir dazu Gelegenheit gegeben. In einem Satz sollten führende Persönlichkeiten zusammenfassen, was Cornelia Irmer ausgemacht hat. Den meisten reichte ein Satz nicht.

Josef Niedermaier, Landrat (Freie Wähler): „In einem Satz zehn Jahre Bürgermeisterin Irmer zusammenzufassen, ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Also versuch’ ich’s mit Schlagworten: „Umtriebig“, „Hartnäckig“, „Charmant“, „Vorausschauend“, „Klare Ziele“, „Fleiß“, „Pragmatisches Denkvermögen“, „Raffiniert“. Vor dem Hintergrund dieser illustren Aufzählung bin ich mir sicher, dass Cornelia Irmer das alte Politikerschicksal erspart bleibt: ,Heute noch Stern, morgen schon Schnuppe.‘“

Gerhard Meinl, Vize-Bürgermeister (CSU): „Cornelia Irmer hat das Image, das Ansehen von Geretsried großartig angehoben, so dass alle ihrer Arbeit und der Stadt großen Respekt zollen.“

Günter Wagner, Theaterautor und Organisator des Geretsrieder Kulturherbstes 2014: „Vor knapp acht Jahren sind wir von Frau Irmer als Neubürger offen und herzlich empfangen worden. Seither bin ich begeisterter Geretsrieder. Ich bin sehr dankbar und auch stolz auf unsere Bürgermeisterin.“

Helmut Forster, scheidender Bürgermeister von Wolfratshausen (Bürgervereinigung): „Ich habe meine Kollegin, Frau Cornelia Irmer, als eine zielorientierte, für ihre Stadt sich voll einsetzende Bürgermeisterin kennen und schätzen gelernt. Ich danke ihr für viele gute und interessante Gespräche – viele unter vier Augen –, in denen wir immer wieder feststellen konnten, dass unsere beiden Städte ein gutes, nachbarschaftliches Verhältnis zueinander haben, das tatsächlich wesentlich vertrauensvoller ist, als es manchmal publiziert wurde.“

Stephan Heinle, Vorsitzender des TuS Geretsried und ehemaliger Leiter des Projekts Stadtleitbild 2025: „Geretsried ist erwachsen geworden und blickt mit Selbstvertrauen auf sich und seine Zukunft. Dazu haben Sie, Frau Cornelia Irmer, maßgeblichen Anteil. Durch Ihre innovative und konsequente Verhaltensweise haben Sie dies erreicht. Ihre ausgeprägte Überzeugungskraft führte gelegentlich dazu, dass Menschen mit anderen Überzeugungen opponierten. Besonders in Erinnerung werde ich Ihre Traueransprache über Fred Hopfner behalten. Ihr Einfühlungsvermögen und Ihre Worte können heilen. Ich freue mich auf die weiteren Auseinandersetzungen mit Ihnen sehr.“

Ewald Kailberth, Vorsitzender der CSU Geretsried:  „In Ihrer Samstagsausgabe ehrte Ihre Zeitung unsere Bürgermeisterin Cornelia Irmer zur Frau der Woche. Für Geretsried war sie in meinen Augen die Frau der ganzen letzten Jahre. Vieles hat sie in die Wege geleitet und vorangetrieben. Oft waren vielleicht zu viele Projekte im Spiel, aber keines wurde deshalb vernachlässigt, und sie hat immer versucht, diese zu verwirklichen. Im positiven Sinne muss man sagen, sie hinterlässt dem neuen Bürgermeister Michael Müller und dem Stadtrat eine Menge Aufgaben und Projekte, die sie angestoßen und eingeleitet hat. Diese heißt es nun umzusetzen und zum Abschluss zu bringen. Sie war eine Bürgermeisterin mit Ecken und Kanten, ging immer den geraden Weg und hat versucht, alle auf diesen Weg mitzunehmen. Bürgermeister ist kein leichtes Amt. Ich glaube, die Stadtratsfraktion der CSU war ihr ein zuverlässiger Partner und hat konstruktiv mit ihr zusammengearbeitet. Es ging immer um die gemeinsame Sache und zwar Geretsried. Als Kreisrätin bleibt sie der Politik erhalten, und ich glaube, es wird auch in Zukunft noch viele Begegnungen mit ihr geben. Für die Zukunft wünschen die CSU Geretsried und ich persönlich ihr und ihrer Familie alles Gute, Gesundheit und Zufriedenheit.“

Vera Kraus, Leiterin der Musikschule Geretsried:  „Liebe Frau Irmer, liebe Cornelia, ob persönlich oder in Angelegenheiten der Musikschule: Ich erreichte immer ein offenes Ohr und bekam klare, nachvollziehbare Antworten. Unsere Stadt hat viel von Deiner Menschlichkeit und Tatkraft profitiert. Ich lebe gerne in Geretsried – und da hat unsere Erste Bürgermeisterin der letzten zehn Jahre sehr viel dazu beigetragen.“

Hans Hopfner, Fraktionssprecher der SPD und unterlegener Bürgermeisterkandidat: „Cornelia Irmer hat in ihrer Amtszeit Geretsried mit ganz viel Verstand und noch mehr Herz weiter nach vorn gebracht. Zielstrebig und menschlich hat sie sich in beeindruckender Art und Weise um unsere Stadt verdient gemacht. Ich wünsche ihr, dass sie den Ruhestand mit ihrem Klemens so richtig genießen kann.“

Martin Kagerer, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Geretsried:  „Wir waren sehr zufrieden mit unserer Bürgermeisterin. Frau Irmer hatte immer ein offenes Ohr für die Feuerwehr. Sie war stets kooperativ und hat versucht, eine Lösung für uns zu finden. Sie hat maßgeblich zu dem beigetragen, was die Feuerwehr heute ist.“

Rudi Mühlhans, Geschäftsführer des Trägervereins Jugendarbeit Geretsried: „Gemeinsam mit Frau Irmer haben wir die professionelle Geretsrieder Jugendarbeit und die Zusammenarbeit mit der Stadt auf eine neue Basis gestellt und gut voran gebracht. Es war natürlich nicht immer ganz leicht, weil die Ziele und Wege dahin nicht immer zu 100 Prozent deckungsgleich waren. In der Summe aber können wir auf das Erreichte stolz sein! Deshalb sage ich von Herzen vielen Dank, Frau Irmer, für Ihre Unterstützung!“

Wolfgang Selig, Geschäftsführer der Baugenossenschaft Geretsried: „Ich durfte Cornelia Irmer stets als sehr zuverlässige und an der Sache orientierte Bürgermeisterin erleben. Bei all unseren Projekten hat sie sich nie im Klein-Klein verloren, sondern sich immer den Blick für das Wesentliche bewahrt.“

Volker Witte, Fraktionssprecher der Grünen: „Liebe Cornelia, für die äußerst konstruktive Zusammenarbeit und für vieles, was Du auf den Weg gebracht hast (nicht alles war auch im Sinne der Grünen), möchten wir Dir ganz herzlich danken.“

Andrea Schimpf, Vorsitzende des Geretsrieder Mütterzentrums:  „Liebe Frau Irmer, tausend Dank für die enge und freundschaftliche Zusammenarbeit, für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement für die Familien in Geretsried in all den Jahren! Wir wünschen Ihnen von ganzem Herzen einen spannenden und erfüllenden ,Unruhestand‘, vor allem aber Gesundheit und Gottes Segen!“

Georg März, katholischer Pfarrer: „Ich schätze an Frau Irmer ihre Fähigkeit, gut zuhören zu können, ihren Blick auch für die sozial Schwächeren und ihr Engagement, bei Problemen und Fragen gemeinsam konstruktiv nach Lösungen zu suchen. Ich wünsche ihr für ihren Ruhestand Gesundheit und Gottes Segen.“

Thomas Ranft, Präsident des Eissportclubs (ESC) Geretsried: „Für den Eissport war es nicht immer einfach mit unserer Bürgermeisterin. Was aber letztendlich zählt, ist das Ergebnis, und das kann sich sehen lassen. Wir können dank der Unterstützung der Stadt unser Stadion selbst betreiben und so unseren Sport weiterhin erfolgreich ausüben.“

Robert Lug, Fraktionssprecher der Freien Wähler und unterlegener Bürgermeisterkandidat: „Liebe Cornelia, für Geretsried und ganz persönlich – vielen Dank für die letzten zehn Jahre. Ich freue mich auf unsere gemeinsame Kreistagsarbeit.“

Magdalena Singer, Leiter der Mittelschule Geretsried: Frau Bürgermeisterin Irmer habe ich als sehr engagierte Kommunalpolitikerin erlebt, der ihre Schulen am Herzen lagen. Sie machte nicht nur Versprechungen, sondern unterstützte an der Mittelschule die Jugendsozialarbeit an Schulen und trat für zusätzliche Deutschförderstunden für Neuankömmlinge in Geretsried ein. Ihre Sorge um die Jugend und ihre Wertschätzung gerade der Schwächeren hat hohe Maßstäbe gesetzt. Im Namen der Mittelschule und ganz persönlich möchte ich für ihre Unterstützung und ganz besonders für die Planung zur Zusammenführung der beiden Schulgebäude danken.“

Michael Müller, künftiger Bürgermeister von Geretsried:  „Frau Irmer kann auf eine erfolgreiche Amtszeit zurückblicken. Sie war für die Menschen in Geretsried stets Mittlerin, Moderatorin und Integrationsfigur und ist für ihre Ziele eingetreten. Ich bin dankbar, ein wohl bestelltes Haus zu übernehmen.“

Ludwig Schmid, der Bruder Barnabas auf dem Geretsrieder Starkbierfest: „Was muass ma sagn? Was wui ma sagn? Was derf ma sagn? Vergelt’s Gott! Und pfia Gott!“

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