Abschied aus Wolfratshausen? Die Wahrscheinlichkeit, dass der Temenos-Kindergarten auf lange Sicht in der Loisachstadt bleibt, scheint inzwischen sehr gering. Foto: archiv

Verhandlungen sind gescheitert

Wolfratshausen - Der Mietvertrag für den alternativen Temenos-Kindergarten läuft aus. Bis vor kurzem schien ein Erhalt am jetzigen Standort möglich. Doch nun ist der Träger abgesprungen.

„Wir waren schon ziemlich weit.“ Das sagt Raju Patel. Er ist Vorsitzender von „Isar-Kids“, einem Münchner Träger, der Krippen im Raum München und Landshut betreibt und seit April den Standort in Wolfratshausen im Visier hat. Vor etwa zwei Monaten ist er auf das alte Bruckmair-Anwesen angesprochen worden. Natürlich wären bei einem Kauf des Grundstücks Umbauten und Renovierungen nötig geworden, sagt Patel. Kinder, Personal und Konzept hätte man aber an gleicher Stelle - wenn auch unter anderem Namen - übernommen. Für Patel nichts Neues: „Wir haben so schon die eine oder andere Rettungsaktion realisiert.“

Im Fall Temenos wird daraus nichts. Weil die „Isar-Kids“ sich innerhalb weniger Tage hätten entscheiden sollen, man für eine seriöse Prüfung eines solchen Riesenprojekts aber sechs bis acht Wochen brauche, habe man sich zurückgezogen. „Wir müssen den Bedarf klären, schauen, was Eltern und Behörden wollen. Für diesen Prozess hatten wir die Zeit nicht.“ Der Rückzug bedeute aber nicht, dass die „Isar-Kids“ endgültig aus dem Rennen sind. „Wir stehen nach wie vor zur Verfügung“, sagt Patel - wenn die Rahmenbedingungen passen.

Gibt es also doch noch ein Happy-End für die Temenos-Kinder? Momentan schaut es so aus, als sei der vorübergehende Umzug nach Geretsried das einzige, was feststeht. Vorausgesetzt, der dortige Bauausschuss hat keine Einwände, beziehen die beiden Gruppen Container, die gemietet und auf einem Grundstück an der Ecke Johann-Sebastian-Bach-Straße und Tattenkofener Straße aufgestellt werden. Der Verein will zum 1. November umziehen. Bis dahin kann der Kindergarten trotz des auslaufenden Mietvertrags in Wolfratshausen bleiben. Spätestens 2014 muss eine neue Bleibe her.

(fla)

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