Verjüngung an der Spitze

- Wolfgang Werner (28) will SPD-Chef werden

VON VERONIKA WENZEL Geretsried - Der Geretsrieder SPD-Ortsverein wird wohl bald einen neuen Chef haben. Der bisherige Vorsitzende Ulrich Schlösser will im März nicht mehr für das Amt kandidieren. "Aus diversen Gründen, die ich jetzt noch nicht ausführen möchte", erklärt der 40-Jährige. Heißester Kandidat für die Nachfolge ist der 28-jährige Juso-Unterbezirksvorsitzende Wolfgang Werner.

Ja, er werde sich in der Jahresversammlung am 25. März um den Posten bewerben, bestätigt Werner auf Anfrage. "Das ist sicherlich eine neue Herausforderung für mich", meint der Geretsrieder. Er will, dass sich in der SPD "wieder etwas bewegt", dass "von der Basis wieder mehr Impulse in den Stadtrat einfließen", sagt Werner, möchte dies aber nicht als Kritik am bisherigen Vorsitzenden verstanden wissen. Aber vielleicht sei es von Zeit zu Zeit wichtig, "frischen Wind hineinzubringen".

Trotz seines Rücktritts aus der ersten Reihe wird Schlösser "im Ortsvorstand bleiben", sagt der 40-Jährige - vermutlich als Zweiter Vorsitzender. Im Jahr 2001 hatte er den Chefposten übernommen - damals als Nachfolger von Ex-Bürgermeisterkandidat Albert Weiler. Seit 2002 sitzt Schlösser im Stadtrat.

Auch Wolfgang Werner ist alles andere als ein politischer Neuling. Er war Mitbegründer des Juso-Unterbezirks und leitet diesen mittlerweile. Zudem sitzt er seit dem Jahr 2002 als ernanntes Mitglied im Sportbeirat der Stadt.

Sollte der 28-Jährige im März gewählt werden, hat er kaum Zeit, sich an seinen neuen Posten zu gewöhnen: Es wartet eine Menge Arbeit, schließlich stehen aller Voraussicht nach im Juni gleich zwei Wahlen an: die Europa-Wahl und die Abstimmung über den Rathauschef. "Der Wahlkampf für die Bürgermeisterwahl wird natürlich eine zentrale Rolle spielen", betont Werner. Aber auch das Thema Europa wird nicht zu kurz kommen: "Wir haben ja das Glück, dass wir einen Europa-Abgeordneten aus Geretsried haben", sagt Werner. Wolfgang Kreissel-Dörfler werde im Wahlkampf natürlich auch in die Stadt kommen. "Mehr will ich aber noch nicht verraten."

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