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Möglicher Käufer? Ramazan Ünsal vor dem Alten Krankenhaus.

Altes Krankenhaus

Verkaufen und erhalten

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Wolfratshausen – Das Alte Krankenhaus wird verkauft. Es gibt aber einige Vorgaben zu beachten, wie Bürgermeister Klaus Heilinglechner bekannt gab.

Wolfratshausens Kommunalpolitiker haben hinter verschlossenen Türen entschieden, dass man grundsätzlich bereit dazu ist, das Grundstück mit der denkmalgeschützten Immobilie an der Sauerlacher Straße 15 zu veräußern. Diesen Beschluss gab Bürgermeister Klaus Heilinglechner am Mittwochabend im Bauausschuss bekannt.

Allerdings müssen sich potenzielle Interessenten mit einigen Vorgaben arrangieren, teilte Heilinglechner auf Anfrage mit. „Das Gebäude muss auf jeden Fall erhalten werden“, sagte der Rathauschef. Außerdem bleibt ein zwei Meter breiter Streifen des Grundstücks zur Straße Am Floßkanal hin im Besitz der Stadt. „Das ist für den Fall, dass wir die Verkehrsführung ändern und die Straße aufweiten wollen“, ergänzte Heilinglechner. Weiterhin wird das Baurecht reduziert. Statt wie bisher fünf Geschossen sind künftig maximal vier möglich. Die Änderungen werden in den Bebauungsplan eingearbeitet, den das Bauamt gerade überarbeitet. Ist das erledigt, wird das Objekt ausgeschrieben.

Das Alte Krankenhaus, ein Biedermeier-Bau, steht seit 1982 auf der Denkmalliste. Wegen einer Abbruchgenehmigung sah es lange Zeit so aus, als würde es der Abrissbirne zum Opfer fallen. Diese Genehmigung durch das Landratsamt lief allerdings vor gut einem Jahr aus und wurde nicht verlängert – sehr zur Freude der Denkmalschützer, die sich immer wieder für das Gebäude eingesetzt hatten.

Einer, der sich für die Immobilie samt Grund interessierte, ist Dr. Bernhard Wilhelm. Der Chef der gleichnamigen Praxisklinik im Gewerbegebiet trug sich mit dem Gedanken, ein Ärztehaus zu errichten und das Alte Krankenhaus in sein Konzept zu integrieren.

Seinen Hut in den Ring geworfen hatte auch Ramazan Ünsal, Chef des Kebap-Hauses Pamukkale am Bahnhof. Er wollte Gebäude und Grund in Erbpacht übernehmen und denkmalgerecht sanieren. „Ich möchte, dass es ein kleines Schmuckstück wird und wieder neu erblüht“, sagte er damals. Die Wohnungen würde er sanieren und zu sozialverträglichen Mieten anbieten. Ginge es nach ihm, könnten die jetzigen Bewohner – allesamt Bedürftige, weiter dort leben. Das restliche Grundstück will er nicht bebauen. Ob er sich an der Ausschreibung beteiligen wird, will sich Ünsal gut überlegen, „Ich bin nur ein kleiner Fisch. In Wolfratshausen gibt es aber auch viele große Fische.“ dor/Frederik Lang

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