Manfred Menke Der SPD-Ortsvorsitzende erinnert den Ministerpräsidenten an den von Seehofer angekündigten Runden Tisch zur S 7-Verlängerung. Foto: red

"Versprechen muss auch der Ministerpräsident halten"

Wolfratshausen - Die Wolfratshauser SPD erhöht den Druck in Sachen S-Bahn-Verlängerung auf Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU).

Ortsvorsitzender Manfred Menke berichtete beim SPD-Frühschoppen am Sonntagvormittag, dass die Genossen einen Brief an den Landesvater verfasst haben. „Darin fordern wir mit Nachdruck den Runden Tisch ein, den Seehofer uns versprochen hat“, sagte Menke. Bei einem Wahlkampfauftritt in der Loisachhalle hatte Seehofer Ende August die S-Bahn-Verlängerung nach Geretsried „zur Chefsache“ erklärt und die Einberufung eines Runden Tisches angekündigt. Einen Termin hat der Ministerpräsident bis heute trotz mehrfacher Nachfragen nicht genannt. Zuständig für die Einladung ist der neue bayerische Verkehrsminister Joachim Hermann.

„Es muss sich etwas tun, Versprechen muss auch der Ministerpräsident halten“, urteilte Menke. In der zweiten Januarwoche werde SPD-Mitglied Hans Gärtner Vorschläge unterbreiten, wie der Runde Tisch ablaufen könnte. Menke: „Uns ist das Thema sehr wichtig. Wir wollen konstruktiv arbeiten und werden nicht locker lassen.“

Auch Florian Streibl, Parlamentarische Geschäftsführer der Freien Wähler im Bayerischen Landtag, liegt die S-Bahn-Verlängerung am Herzen. Deshalb hat der Oberammergauer sich vor wenigen Tagen wie berichtet mit einem Brandbrief an den Ministerpräsidenten gewandt. Darin bemängelte er die „Funkstille“, die nach seiner Ansicht seit den Landtagswahlen in puncto S 7 herrscht. Streibl stellt fest, dass die Bürger im Nordlandkreis „ernüchtert“ seien, weil Seehofers Ankündigung keine Taten gefolgt seien.

Auf Vorschlag von SPD-Mitglied Thomas Martin könnte der Runde Tisch im Passagentreff der Sozialdemokraten in der Loisachpassage am Obermarkt stattfinden. „Das ist ein ernst gemeintes Angebot, wir haben hier schon einen Runden Tisch stehen.“ Ob der Ministerpräsident und CSU-Chef das Angebot annimmt und in der Wahlkampf-Lounge des politischen Gegners Platz nimmt, darf jedoch bezweifelt werden.

Sebastian Dorn

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