"Viele Fragen offen"

- CSU möchte über die Loisachhallen-Verträge diskutieren

VON SANDRA SEDLMAIER Wolfratshausen - "Loisachhalle - ja! Finanzpolitische Geisterfahrerei zu Lasten der Stadt Wolfratshausen - nein!" Unter diesem Motto lädt die Wolfratshauser CSU am Dienstag, 2. März, um 20 Uhr ihre Mitglieder in den Waldramer Gasthof zur Post zu einer Ortsversammlung ein. Zwei Tage später sind die Bürger an selber Stelle und um dieselbe Uhrzeit aufgerufen, über dasselbe Thema zu diskutieren. CSU-Ortschef Armin Drexl betont, er wolle das Projekt Loisachhalle damit nicht torpedieren. Aber er möchte über den Vertrag diskutieren, den die Stadt mit dem Traunsteiner Hofbräuhaus schließen will. "Da sind noch viele Fragen offen."

Der Grundsatzbeschluss über die Wiedereröffnung der Loisachhalle mit Hilfe der Traunsteiner Brauerei steht - seit November. Warum man jetzt, zwei Monate später, eine Versammlung zu dem Thema einberuft, wundert zum Beispiel den Leiter der Projektgruppe Loisachhalle, Paul Brauner (CSU). "Das Thema interessiert viele, aber warum hat man sich so lange Zeit gelassen?", fragt Brauner. Es sei "verwunderlich, dass die Basis jetzt diskutieren soll, wo eigentlich alles entschieden ist". Arbeit an der Basis hätte vor dem Grundsatzbeschluss geleistet werden müssen.

Drexl sieht das anders. Jetzt gehe es um die Verträge, mit denen die Stadt die Zukunft der Loisachhalle sichern will. Und bevor diese unterschrieben werden, sollte man diskutieren. "Gegen den Grundsatzbeschluss spricht nichts", sagt Drexl.

Die Verträge zwischen Stadt und Brauerei sind allerdings noch nicht öffentlich. "Es ist aber schon genügend bekannt", was Fragen aufwerfe, meint Drexl. Zum Beispiel die Frage der "Haftung, wenn das Traunsteiner Hofbräuhaus eine GmbH gründet". Zudem sei der Erbpacht-Zins noch nicht klar.

Verträge sind "lediglich Entwürfe"

Brauner ist derzeit im Krankenstand. Florian Wurm, eines der insgesamt drei Projektgruppen-Mitglieder aus der CSU, ist nach eigenen Angaben nicht in die Vorbereitung der Veranstaltung eingebunden worden. Das dritte Mitglied, Kulturreferent Peter Plößl, wird laut Drexl aus der Projektgruppe berichten.

Was, darauf ist Florian Wurm schon gespannt. "Die Verträge liegen uns bislang lediglich als Entwürfe vor, die noch vollständig überarbeitet werden müssen", sagt er. "Wir sind lange nicht so weit, dass wir einen fertigen Entwurf vorlegen können."

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