Begeisterte den Landrat mit ihrer Version des „Pink Panther“: Die Big Band des Rainer-Maria-Rilke-Gymnasiums bei der Entlassfeier der 79 Abiturienten am Freitag. foto:hermsdorf
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Begeisterte den Landrat mit ihrer Version des „Pink Panther“: Die Big Band des Rainer-Maria-Rilke-Gymnasiums bei der Entlassfeier der 79 Abiturienten am Freitag.

Viele Puzzleteile und ein Gesamtkunstwerk

Icking - Ein Rekordjahrgang verlässt das Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium: Alle Abschlussschüler haben das Abitur bestanden - im Schnitt mit einer Note von 2,12.

„Wir haben niemanden zurückgelassen auf der letzten Wegstrecke.“ Direktor Hans Härtl war stolz, diese Nachricht bei der Zeugnisverleihung am Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium in Icking am Freitag zu verkünden. Auch die Schüler, die extern an der Schule das Abitur geschrieben haben, sind durch die Prüfungen gekommen. „Das ist selbst für unser Gymnasium, das üblicherweise gute Leistungen vorweist, ungewöhnlich“, freute sich Härtl.

Noch mehr als über die hundertprozentige Trefferquote im Abitur freute sich Landrat Josef Niedermaier über die Musikauswahl der Big Band des Gymnasiums. Zur Einstimmung gab’s fürs Publikum die Titelmelodie von „Pink Panther“ auf die Ohren. „Das wollten wir bei unserem Abitur vor 31 Jahren auch vorführen“, erinnerte sich Niedermaier. „Uns wurde gesagt: Das passt nicht. Dabei könnte das Stück gar nicht besser gewählt sein.“

Niedermaier sagte, er wolle nicht lange um den heißen Brei reden. Deshalb beschränkte sich der Landrat auf zwei Sätze: „Herzlichen Glückwunsch zum Abitur“ und „Ihr seid die Zukunft unserer Gesellschaft, wir zählen auf Euch“. Ickings Vize-Bürgermeister, Dr. Peter Schweiger, der Margit Menrad im Urlaub vertritt, schloss sich ihm an: „Ich hoffe, Ihr behaltet die Schule und diesen lebenswerten Ort in guter Erinnerung.“

Für ihre humorvolle und mit Anekdoten gespickte Rede („Wie oft habe ich schon Abschied genommen von der Illusion, meine Söhne würden das Geschirr in die Spülmaschine stellen statt oben drauf“) erntete Karin Oesterreicher-Pfeiffer viele Lacher. Sie betrachtete das Gymnasium als ein Puzzle, das aus 1000 Teilen besteht und zusammengesetzt ein Gesamtkunstwerk ergibt. „Ihr seid 79 Teile davon, die jetzt herausgenommen werden“, versinnbildlichte Oesterreicher-Pfeifer. „Ich wünsche Euch viel Glück und kommt einmal wieder zu Besuch“, sagte sie.

Vor-Höhepunkt der gut zweistündigen Feierlichkeit war neben einer Tanzeinlage das Abschiedsständchen von Alexander Domanowsky und Andreas Hirth an ihre Schüler. Im Zweigesang und mit Gitarrenbegleitung schmetterten sie den Elvis-Presley-Song „Always on my mind“ und sorgten damit für stehende Ovationen und Gänsehautmomente bei Eltern, Schülern und Kollegen.

In der Rede der Abiturienten ließen Felix Kantelhardt und Luise von Braunschweig vor der finalen Zeugnisübergabe stellvertretend für den Jahrgang ihre Zeit am Gymnasium noch einmal Revue passieren. Von der fünften Klasse, als es, so Kantelhardt, „noch wichtig war, ob die Überschrift auch grün sein darf“, bis zum gestrigen Tag. Von Braunschweig bedankte sich bei den Eltern und Freunden, die hinter ihnen standen, bei den Lehrern für ihre Geduld, und bei ihren Mitschülern für die geknüpften Freundschaften.

Ein besonderes Dankeschön widmete die Schülerin im Namen aller ihrem Oberstufenkoordinator Johann Widmann, der den Jahrgang „mit Herz und Seele“ durch die Oberstufe geführt hat. „Danke für die geniale Zeit.“

Alessandro Capasso

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