„MaxJosef“ auf der Bühne
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Debüt im Hinterhalt: „MaxJosef“ spielt progressive ambitionierte Volksmusik.

Live-Stream-Konzert

Volksmusik einmal anders: Die Jungs von „MaxJosef“ stellen im Hinterhalt ihr Debütalbum vor

Volksmusik in jung und progressiv: Das ist das Erfolgsrezept der vierköpfigen Kombo „Max.Josef“. Beim Live-Stream-Konzert im Hinterhalt sorgen die Burschen für Sehnsucht und Groove.

Gelting – Ihr Debütalbum „Neue Welt“ stellte die Band „MaxJosef“ in der Kulturbühne Hinterhalt vor. „MaxJosef“, das sind vier junge Musiker aus dem Tölzer Land und dem Allgäu, die, wie sie sagen, eine „progressiv ambitionierte Volksmusik“ machen. Sie probieren aus und lassen Raum für Gestaltung. Ziach, nochmal Ziach, Gitarre und Tuba: Ihre Musik ist unverkünstelt und naturbelassen und hat den nötigen Groove, der so eine kribbelnde Sehnsucht nach Bergluft und Natur aufkommen lässt.

Beim Zusammenspiel der vier Burschen entsteht so etwas wie Heimatgefühl

Wenn Andreas Winkler und Josef Steinbacher, beide aus Reichersbeuern, ihre Steirischen so langsam auseinanderziehen und dieser typische diatonische Klang, der einem Atemzug gleicht, intensiver wird, dann geht diese Musik schon tief in die Magengrube. Wenn dazu der Allgäuer Florian Mayrhofer (bekannt von der Unterbiberger Hofmusik) den satten Rhythmus seiner Tuba setzt, dann wird das Gefühl noch ein Stück intensiver. Und wenn schließlich der Ascholdinger Georg „Schorschi“ Unterholzner seinen sanften Saitenklang der Gitarre mitfließen lässt, dann entsteht so was wie Heimatgefühl auf eine junge dynamische Art.

Walzer, Märsche und Jazzcharakter

Die vier studierten Musiker machen klassische Volksmusik, durchaus traditionell, aber mit einem modernen Drive. Die Musik erinnert an manchen Stellen an den Südtiroler Musiker Herbert Pixner. Gitarrist Schorschi – der gleichnamige Krimiautor und Landratsamtsveterinär ist sein Vater – erklärte das im Anschluss nach dem Konzert so: „Jeder von uns ist ambitioniert mit seinen Möglichkeiten Neues einzubringen und sich auszuprobieren.“ Dabei sind Eigenkompositionen aus Walzer und Märschen mit verjazztem Charakter entstanden – rein instrumental.

Der 26-jährige Unterholzner studiert klassische Gitarre an der Musikhochschule in München. Seine Bandkollegen sind bereits fertig ausgebildete Musiker, die wie derzeit alle, kaum Auftrittsmöglichkeiten haben und sich umso mehr über den Livestream-Abend im Hinterhalt freuten. Das spürte man am Spaß, den die Jungs hatten und den Geschichten, die sie zu ihrer Musik erzählten.

Im Hinterhalt sorgte schon am Tag vor dem Max.Josef-Konzert eine andere Gruppe für Höchststimmung: „Weiberdatschi“

13 Stücke sind auf dem Debütalbum „Neue Welt“, darunter ein Tango für Graf Pocci. „Erste Hilfe“ nennt sich ein weiteres Lied, das einer gemeinsamen Bergtour gewidmet ist – mit glimpflich verlaufender Bergnot. Und „Alpspitz“ ist so ein musikalischer Moment, der Bilder wachruft, wenn am frühen Morgen die Sonne über den Bergen aufsteigt und die Natur erwacht.   web

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