Am Ende ihrer Arbeit soll ein detailliertes Zahlenwerk vorliegen: Wilfried Pförtsch (l.) nimmt auf dem Feldcomputer die Koordinaten einer Weißtanne auf, Andreas Vranjkovic misst den Durchmesser. Im September kommen die zwei Experten in den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Foto: red

Volkszählung im Wald

Bad Tölz-Wolfratshausen - Mit Feldcomputern und Messgeräten sind in Bayerns Wäldern seit Monaten sieben Aufnahmetrupps unterwegs, um Zahlen für die Bundeswaldinventur zu liefern. Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist im September an der Reihe.

Der Wald ist das grüne Drittel Bayerns: Mit 2,56 Millionen Hektar besitzt der Freistaat die mit Abstand größte Waldfläche aller Bundesländer. So beschreibt es die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft in ihrer Broschüre zur Bundeswaldinventur (BWI). Die aufwendige Zählung wird nun zum dritten Mal nach 1986/1987 und 2001/2002 durchgeführt. „Die Bundeswaldinventur lässt sich grob gesagt mit einer Volkszählung vergleichen“, sagt Forstdirektor Ully Schweizer, Abteilungsleiter am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Miesbach. „Die Politik braucht Zahlen, und die liefert die Inventur.“

Bei der BWI werden alle Wälder in Deutschland unter die Lupe genommen. Die Zählung soll zeigen, wie sich der Wald in den vergangenen Jahren entwickelt hat, was passt und wo möglicherweise nachgebessert werden muss.

Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen werden die Förster Wilfried Pförtsch vom Forstamt Fürstenfeldbruck und Andreas Vranjkovic vom Forstamt Ebersberg die Inventur durchführen. „Sie machen im September bei uns Station“, erklärt Robert Nörr, Revierförster in Wolfratshausen. „Dabei werden sie von ausgebildeten Förstern aus dem Landkreis unterstützt.“

Pförtsch und Vranjokvic sind bereits seit April 2011 unterwegs und noch bis zum Jahresende beschäftigt. Immerhin gilt es, im Amtsbereich Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen 288 sogenannte Inventurpunkte zu untersuchen. „Alle vier mal vier Kilometer ist ein Punkt, der gemessen wird“, so Nörr. Sieben Aufnahmetrupps sind in Bayern unterwegs.

Infos im Internet:

www.forst.bayern.de oder www.bundeswaldinventur.de.

(von Marc Lamberger und Tasmin Gutwald)

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