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Die Kripo ermittelt: In Wolfratshausen sind gefälschte 50-Euro-Scheine aufgetaucht.

Kripo Weilheim ermittelt 

Vorsicht vor falschen Fünfzigern

In der Flößerstadt sind gefälschte 50-Euro-Scheine aufgetaucht. Das bestätigte Michael Bayerlein, stellvertretender Leiter der Wolfratshauser Polizeiinspektion, auf Nachfrage unserer Zeitung.

Wolfratshausen – Bekannt sind dem Hauptkommissar drei Fälle: Jeweils am Mittwoch und Freitag vergangener Woche sowie am Montag schlug der Bareinzahlungsautomat in einer Sparkassenfiliale in der Stadt Alarm. „Bargeldeinzahlungen werden automatisch überprüft, Falschgeld aussortiert“, erklärt Bayerlein. Die Sparkasse informierte umgehend die Polizei.

Die drei entdeckten Scheine seien „relativ gut gemacht“, berichtet der Beamte. Die Kripo Weilheim ermittelt. Bei den drei Bargeldeinzahlungen handelt es sich laut Bayerlein jeweils um die Tageseinnahmen eines Wolfratshauser Wirtshauses beziehungsweise um die Tageseinnahme eines Gastronomen aus Rosenheim, der in der Loisachstadt wohnt. „Das Falschgeld wird ersatzlos eingezogen“, erläutert der Hauptkommissar, die Betroffenen bleiben auf dem Verlust sitzen. Das gilt übrigens für jeden Bürger, der sich Falschgeld andrehen lässt.

Nach Informationen unserer Zeitung hat der Betreiber des Wolfratshauser Wirtshauses bereits auf die Vorfälle reagiert: Die Bedienungen prüfen Euroscheine ab sofort mit einem speziellen Markierungsstift auf deren Echtheit. „Das mag dem Gast vielleicht komisch vorkommen, aber wir bitten für diese Maßnahme um Verständnis“, sagt eine Kellnerin, die anonym bleiben möchte.

Laut Bayerlein ist die Fälschung auf den ersten Blick nicht erkennbar. Die silberne Prägung mit 3 D-Effekt auf der rechten Vorderseite des Original-Scheins sei bei den nachgemachten Exemplaren nur aufgeklebt. „Das fällt beim Betrachten nicht sofort ins Auge.“ Der Hauptkommissar betont mit Nachdruck, dass es sich nicht um ein Kavaliersdelikt handelt: Geldfälschung „ist eine Straftat“, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe geahndet wird.

Bayerlein mahnt die Bürger zur Vorsicht. Vor allem mit Blick auf die nicht mehr allzu weit entfernte Adventszeit. Christkindlmärkte seien bei den Tätern traditionell ein beliebter Umschlagplatz für Falschgeld. „Dort herrscht häufig dichtes Gedränge vor den Budenkassen, in den Abendstunden ist es dämmrig beziehungsweise dunkel.“ Den Ganoven falle es daher leichter, das Gegenüber zu betrügen. Nicht zu vergessen: Viele Budenbetreiber schützen sich mit Handschuhen gegen die Winterkälte – und büßen so das haptische Feingefühl für Geldscheine ein.

Hinweise auf die Geldfälscher oder zu weiteren Fällen nimmt die Polizeiinspektion Wolfratshausen unter der Telefonnummer 0 81 71/4 21 10 entgegen. 

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