Werner Schneyder tritt am 7. Oktober mit Konstantin Wecker auf – in Gedenken an Dieter Hildebrandt.

Wartelisten für Schwarzmann und Polt

Geretsrieder Kulturherbst: Schon 2500 Karten verkauft

Geretsried - Schon 2500 Karten sind für den Geretsrieder Kulturherbst verkauft. Wer zu Schwarzmann und Polt will, kommt auf die Warteliste.

Der Geretsrieder Kulturherbst 2014 scheint etwas Besonderes zu werden: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Rund 2500 Karten sind schon verkauft und Werner Schneyder tritt für den am 20. November 2013 verstorbenen Kabarettisten Dieter Hildebrandt auf. Zudem gibt es einige Uraufführungen sowie brandaktuelle Programme von Martina Schwarzmann, Gerhard Polt und den „Wellbuam“.

„Werner Schneyder ist natürlich kein Ersatz für Dieter Hildebrandt, aber eine gute Alternative“, betonte Organisator Günter Wagner beim Pressegespräch. Immerhin war der Wiener Kabarettist und Schauspieler Schneyder ein langjähriger Weggefährte von Hildebrandt. Am 7. Oktober 2014 wird sich also der Münchner Liedermacher Konstantin Wecker mit Werner Schneyder ein Stelldichein geben. „Karten für den ursprünglichen Abend mit Wecker/Hildebrandt behalten natürlich ihre Gültigkeit und brauchen nicht umgetauscht werden“, betonte Bürgermeisterin Cornelia Irmer.

Diese Veranstaltung wird ebenfalls eine Uraufführung werden, denn Wecker und Schneyder standen eigentlich noch „nie gemeinsam mit einem abendfüllenden Programm auf der Bühne“, weiß Wagner. Eine weitere Kulturherbst-Uraufführung wird die Premiere des neuen Theaterstücks „Flucht“ von Wagner selbst am 4. Oktober sein. Weitere Spieltage sind der 9. und 11. Oktober. Der Geretsrieder Autor und Allround-Unternehmer will damit den Konflikt zwischen der westlichen und südlichen Welt thematisieren - und zwar anhand einer typisch deutschen Familie, in dem Fall sind es die Wiedemanns aus Geretsried. Der Vater, ein Alt-68er. Der Schwiegersohn, ein Unternehmensberater. Die Tochter langweilt sich im Netz, die Mutter fungiert als ewige Vermittlerin der Familie. Plötzlich steht vollkommen unangemeldet ein Mensch vor der Tür, der so in überhaupt kein Weltbild passt. Die Mutter will sich nicht damit abfinden, dass ein fremder, aber hilfesuchender Mensch um Asyl bittet. Sie ruft die Behörden zu Hilfe. Dann passiert das Unfassbare...

Für seine Flüchtlingsgeschichte will Wagner die Teilung der Welt symbolisch auf der Bühne darstellen. Die Musik zum Stück „Flucht“ schrieb, wie schon bei Wagners erstem Stück „Aufstand!“, Konstantin Wecker. Dabei will der Autor die Frage aufwerfen, warum Menschen so eine große Angst vor dem Fremden haben. „Was würde ich machen, wenn ich mit Flüchtlingen konfrontiert werde?“ Diese Frage soll laut Wagner jeder für sich beantworten.

Weit weniger politisch geht es bei den Aufführungen der Iberl Bühne zu. Für Kindergarten- und Grundschulkinder bietet das Münchner Traditionsensemble „Der gestiefelte Kater“ an. Karten gibt es außerdem noch für die Geretsrieder Band „A Life Divided“ (5. Oktober) sowie für die Gewinner des Deutschen Jazz Award „Quadro Nuevo“ (10. Oktober). So gut wie ausverkauft, sind die Veranstaltungen mit der Kabarettistin Martina Schwarzmann (8. Oktober) sowie das „Top Highlight“: Gerhard Polt und den „Wellbuam“ (12. Oktober). „Wer dafür noch Karten haben will, der wird auf die Warteliste gesetzt. Das hat bis jetzt immer ganz gut geklappt“, sagt die Geretsrieder Wirtschaftsförderin Annette Hilpert.

Roswitha Diemer

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