Das planen Wolfratshausens beste Abiturienten
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Abi 2020, die besten der Besten: (v. li.) Jakob Köglsperger, Natalie Bauer und Donja Sockara.

Und jetzt zu Fuß nach Hamburg

Das planen Wolfratshausens beste Abiturienten

Es ist geschafft: Die Abiturprüfungen sind endlich vorbei. Unsere Zeitung sprach mit den drei besten Abiturienten vom Gymnasium St. Matthias.

Waldram Wegen der Corona-Pandemie war die Vorbereitung auf die Abitur-Prüfungen heuer außergewöhnlich. Für das Trio Donja Sockara, Natalie Bauer und Jakob Köglsperger lief sie trotzdem mehr als zufriedenstellend: Sockara schloss mit einem Schnitt von 1,5 als Jahrgangsbeste am Gymnasium St. Matthias ab. Auch Bauer (1,6) freut sich über die Traumnote vor dem Komma, Köglsperger schloss mit 2,2 ab.

Wegen Corona: Außergewöhnliche Vorbereitungen auf Abi-Prüfungen

Als Sockara ihre Noten am Freitag erfuhr, gab es kein Halten mehr: Sie stürmte aus der Waldramer Schule, griff zum Smartphone und informierte ihre Mutter über das Traumergebnis. „Sie war richtig stolz“, sagt die 20-Jährige aus Penzberg. Den guten Notendurchschnitt möchte Sockara nutzen, um einen begehrten Studienplatz zu ergattern. „Philosophie oder Psychologie würden mich besonders interessieren“, sagt sie, „sicher bin ich mir aber noch nicht.“

Bauer und Köglsperger sind in ihrer Planung schon konkreter: Die 19-Jährige möchte eine Ausbildung zur Medienkauffrau beginnen, Köglsperger zieht es in die Landwirtschaft. „Ich komme aus einem landwirtschaftlichen Betrieb und möchte den irgendwann übernehmen“, sagt er. Auch wegen dieser Pflichten fiel die Feier seines Notenschnitts am Tag der Bekanntgabe ins Wasser: „Ich muss noch Heu einholen.“

Dass alle drei mit einem solchen Ergebnis abschlossen, überraschte die jungen Erwachsenen. „Ich konnte überhaupt nicht einschätzen, auf welchem Schnitt ich landen werde“, erinnert sich Bauer an die Zeit unmittelbar nach den Abi-Prüfungen. 

„Ich konnte überhaupt nicht einschätzen, auf welchem Schnitt ich lande“

Dass es in der Corona-Krise nicht möglich war, gemeinsam zu lernen und der Unterricht auf das Nötigste reduziert wurde, sorgte für zusätzliche Ungewissheit. „Vor allem in Mathe war es schwierig, sich vorzubereiten. Das ist ein Fach, das man leichter lernt, wenn es einem erklärt wird“, sagt die 1,6-Absolventin bescheiden.

Köglsperger freut sich darüber, „nie wieder Deutschunterricht haben zu müssen“. Seine Abiturvorbereitung fiel etwas weniger intensiv aus als man bei dem Abschlussergebnis vermuten könnte. „Ich war viel draußen unterwegs und habe meinen Jagdschein gemacht“, berichtet der 20-Jährige aus Deining. 

Mehr lesen, Städte sehen und Sprachen lernen

Die beiden jungen Frauen verbrachten mehr Zeit am Schreibtisch und lernten für die Prüfungen. „Ich bin wirklich froh, dass wir Prüfungsphasen und die Schulaufgaben jetzt erst einmal hinter uns haben“, sagt Sockara. Sie hat schon während der Schulzeit eine Liste geführt, auf der sie Ziele notierte, die sie nach ihrem Abitur abhaken möchte. 

„Ich will wieder mehr lesen, Städte sehen und vielleicht Sprachen lernen“, sagt sie. Außerdem plant sie eine besondere Abi-Reise: Mit einer Freundin möchte sie bis nach Hamburg wandern und ein bisschen Abstand vom Prüfungsstress gewinnen, bevor sie in das Studentenleben eintaucht.  

Auch in Geretsried stehen die drei besten Abiturienten fest: Celine Lacherdinger (18) , Julia Rodrian (17) und Franziska Dempwolf (18)  haben einen Traumnotenschnitt von jeweils 1,0. Doch das Coronavirus hat ihre ursprünglichen Pläne ordentlich durchkreuzt. Wie geht es für die jungen Leute nun weiter?

dst

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