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Der Jubilar: Pfarrer Herbert Weingärtner lud anlässlich seines 25-jährigen Priesterjubiläums zum gemeinsamen Singen und Beten ein.

Priesterjubiläum

Ein warmherziger Seelsorger

Dietramszell - Erst im Alter von 37 Jahren wurde Herbert Weingärtner von Kardinal Friedrich Wetter in Freising zum Priester geweiht. „Ich war ein Spätberufener“, erzählt der Dietramszeller Pfarrer. Mit 62 feierte er am Dienstag nun sein 25-jähriges Priesterjubiläum.

Die Pfarrkirche von Dietramszell war für den Abendgottesdienst mit Blumen geschmückt, ein grüner Kranz mit der Zahl 25 hing vor dem Altar, alle Kerzen leuchteten. Die örtlichen Vereine hatten Fahnenabordnungen geschickt. Der Chor unter der Leitung von Norbert Regul wurde von Orgel, Trompeten und Geigen begleitet, so dass das „Gloria in excelsis Deo“, das „Halleluja“ und andere Lieder den Raum ganz erfüllten. Es war eine außerordentlich festliche Messe, zu der Vertreter des Erzbischöflichen Ordinariats, Kollegen und ehemalige Kollegen des früheren Miesbacher Stadtpfarrers, Bürgermeisterin Leni Gröbmair mit einem Großteil des Gemeinderats sowie zahlreiche Pfarrverbandsmitglieder gekommen waren.

Die Lesung aus dem Lukas-Evangelium handelte von der Berufung Zacharias’, des Vaters von Johannes dem Täufer. Als zweite Lesung hatten die Lektoren die Kurzgeschichte Rainer Maria Rilkes „Die Bettlerin und die Rose“ ausgewählt. Im übertragenen Sinn geht es in ihr darum, dass wir nicht nur für das leibliche, sondern auch das seelische Wohl unserer Mitmenschen sorgen sollen, was ja vor allem Priester tun.

Nach dem Gottesdienst zogen die Gläubigen, angeführt von der Dietramszeller Blaskapelle, zur Aula der Grund- und Mittelschule, wo ein reichhaltiges Buffet aufgebaut war. Bevor man gemütlich beisammen saß oder stand, überreichte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Rita Lechner dem Jubilar noch ein besonderes Geschenk: einen selbstgestrickten grauen Trachtenjanker „für weltliche Anlässe“. Lechners Enkelin Maria bedankte sich bei Weingärtner im Namen aller Ministranten für die vergangenen zwei Jahre. Jeder Ministrant schenkte dem beliebten Pfarrer eine Rose.

Bürgermeisterin Leni Gröbmair wünschte dem Leiter des großen Dietramszeller Pfarrverbands, dass ihm auch in Zukunft trotz all der Verwaltungsarbeit genügend Zeit für seine „Herzensanliegen“, die Seelsorge und die Verkündigung der frohen Botschaft, bleiben möge. Der Geehrte zeigte sich gerührt. „Danke fürs gemeinsame Beten und Singen. Ich habe mich über jeden, der gekommen ist, sehr gefreut“, sagte er.

Von Tanja Lühr 

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