25 000 Quadratmeter groß ist das Freizeitgelände in Königsdorf-Wiesen. Der Bibisee entstand 1963 aus Kiesmulden. Foto: Sabine Hermsdorf

Warum heißt der Bibisee Bibisee?

Königsdorf - Nach dem Verschwinden der Kiesbagger entwickelte sich in Königsdorf-Wiesen ein Erholungsgebiet. Mittendrin: der Bibisee.

Der Bibisee entstand 1963. Die Firma Gämmerler baute auf dem Gelände bis zu acht Meter mächtige Kiesschichten ab. Im Abbauvertrag war festgelegt, dass der Bereich später als Erholungsgelände dienen sollte. Bald füllten sich die Kiesmulden mit Grundwasser. Das kalkhaltige Wasser ist laut Messungen des Tölzer Gesundheitsamts jedes Jahr von einwandfreier Qualität. Um den See siedelten sich ab 1966 Gastronomie- und Freizeiteinrichtungen an. Seit 1970 hat die Wasserwacht ein Auge auf die Badegäste.

Seinen Namen hat der See übrigens vom ersten Besitzer des Wiesener Areals: 1936 kaufte der aus Ostpreußen stammende Cornelius Kutschke den ehemaligen Gori-Hof und bewirtschaftete die Felder ringsherum. Sein Sohn Cornelius, genannt Bibi, betrieb nach der Entstehung des Sees an dessen Südseite ab 1975 einen provisorischen Kiosk von einem umgebauten Möbelwagen aus. 1983 eröffnete er eine professionelle Verkaufsstelle für Speisen und Getränke an der Uferwestseite und ließ die Wasserrutsche bauen. Im Volksmund hieß es „Wir gehen in den See vom Bibi zum Baden“.

Auf die Frage nach dem besonderen Reiz des Bibisees antwortet Stammgast Henrik Kroczek ohne lange zu grübeln: „Es ist überschaubar hier. Jeder kennt jeden“. Bis auf eine Bucht, die als Biotop ausgewiesen ist, ist das Ufer überall frei zugänglich. Für nackige Naturisten gibt es einen abgetrennten Bereich auf einer etwas abschüssigen Liegewiese zwischen Rutsche und Tennisplatz. In der Mitte des Sees ist eine Badeinsel verankert. (tal)

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