S-Bahn: Polizei ermittelt - Verspätungen auf Stammstrecke im Berufsverkehr

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Vorbild Salzburg: Die Wasserbau-Experten greifen auf Erfahrungen mit der dortigen „Almwelle“ zurück. Seit September 2010 ist das Projekt der Stadt Salzburg und der Genossenschaft „Almkanal“ Anziehungspunkt für Wellenreiter. Foto: stadt salzburg

Wellenreiten nach Salzburger Vorbild

Wolfratshausen - Kann eine künstliche Surfwelle als Touristenattraktion in der Flößerstadt gebaut werden? Dieser Frage gehen derzeit die Wasserbau-Experten Dr. Roland Hoeppfner aus Wolfratshausen und Prof. Markus Aufleger aus Penzberg nach.

Hoeppfner ist Mitarbeiter einer Ingenieursfirma in München, Aufleger ist Leiter des Instituts für Wasserbau an der Universität Innsbruck. Im dortigen Labor werden stehende Wellen im Hinblick auf Konstruktion und Sicherheit erforscht.

Für Wolfratshausen steht laut Hoepffner bislang fest: Der angedachte Standort unterhalb der Weidachmühle „ist ausgesprochen gut geeignet“. Das seien erste Ergebnisse der Machbarkeitsstudie, die die Stadt in Auftrag gegeben hatte (wir berichteten). Breite, Fallhöhe und Verkehrsanbindung - „ein ähnlich guter Ort ist in Wolfratshausen und der weiteren Umgebung nicht vorhanden“, sagt Hoepffner.

Unklar sei dagegen weiterhin, ob die Wassermenge ausreicht, die der Loisacharm dort führt. Damit steht und fällt das Projekt. Die Messergebnisse werden laut dem Experten in den nächsten Tagen diskutiert. Fallen sie positiv aus, werde mit den Anwohnern ein Konzept „für ein verträgliches Miteinander erarbeitet“.

Die Art der Welle kann derweil nicht am Computer simuliert werden, berichtet der Wolfratshauser. „Stehende Wellen sind sehr labil. In der Natur können schon kleinste Änderungen genügen, um die Welle erst gar nicht entstehen zu lassen.“ Deshalb werde auf physikalische Modellversuche und Erfahrungen mit der Salzburger „Almwelle“ zurückgegriffen. Die neue Konstruktion sei „verstellbar und sehr klein, aber gut“.

Um das Wasser in Weidach aufzubäumen, ist laut Hoepffner ein baulicher Eingriff nötig. Anschließend fließe das Wasser „statt über die rauen Wasserbausteine über eine definierte Rampe“. Diese sei genau wie das Salzburger Pendant verstellbar, so dass unterschiedliche Wellenformen modelliert werden können. „Ziel ist auf alle Fälle, dass Wellenreiter und Kajak-Fahrer dort Spaß haben können“, sagt der Wolfratshauser. Ob und wann alle Ergebnisse der Machbarkeitsstudie der Öffentlichkeit vorgestellt werden, sagte Hoepffner nicht.

Sebastian Dorn

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