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Ungebetener Besuch kommt in der dunklen Jahreszeit häufiger als im Frühjahr oder Sommer. Wer in puncto Wertsachen auf Nummer sicher gehen will, dem rät die Polizei, ein Schließfach anzumieten.

Zahl der Einbrüche steigt

Wertvolles gehört hinter Schloss und Riegel

Bad Tölz-Wolfratshausen - Die Einbruchzahlen im Oberland steigen – und mit ihnen die Angst bei potenziellen Opfern um ihre Wertgegenstände wie Schmuck, Geld oder Papiere. Experten empfehlen deshalb die Anschaffung eines Tresors oder Wertvolles gleich zur Bank zu bringen.

Es gibt immer mehr Täter: Laut Andreas Guske ist das der Hauptgrund für die steigende Zahl der Wohnungs- und Hauseinbrüche im gesamten Freistaat. „Im Bereich Oberbayern Süd ist nahezu jeder Landkreis betroffen“, sagt der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Besonders beliebt sind bei Einbrechern die dunklen Wintermonate.

Doch wie schützt man seine Wertgegenstände vor Diebstahl? Auf diese Frage hat Georg Breitschädel eine Antwort. Er ist kriminalpolizeilicher Fachberater für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen und empfiehlt jedem, der Ringe, Ketten, Bargeld und Urkunden zu Hause aufbewahrt, zumindest die Anschaffung eines Wertschutzschrankes. „Mit einem Tresor aus dem Baumarkt ist es da nicht getan“, so der Kriminalhauptkommissar. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich jedoch für einen geringen Betrag im Jahr ein Bankschließfach mieten.

Bereits für 30 Euro jährlich (6,5 Zentimeter Höhe) ist ein solches bei der Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen zu haben. Wer mehr Platz braucht, zahlt für das größte Fach (50x50 Zentimeter) 250 Euro, wie Willi Streicher, Sparkassen-Pressesprecher weiß. Ähnlich sind die Preise bei den Raiffeisenbanken Tölzer Land und Isar-Loisachtal. Hier kostet ein Schließfach je nach Größe zwischen 20 und 75 Euro. Die Geschäftsstellen der beiden Banken verfügen zusammen über mehr als 1500 Schließfächer. In den vier Filialen der VR-Bank München-Land sind es über 600 Schließfächer. Auch hier zahlt man 30 Euro aufwärts. „Die Nachfrage nach unseren Schließfächern hat sich in den letzten Monaten merklich erhöht“, sagt der VR-Bank-Mitarbeiter Peter Wein.

Wer ein Schließfach mieten möchte – und das ist bei allen Banken gleich – muss mit seinem Personalausweis oder Reisepass vorbeikommen. „Bei uns ist einmal der Enkel mit dem Ausweis der Oma vorbeigekommen und wollte ein Schließfach mieten“, erzählt Andreas Gams von der Raiffeisenbank Tölzer Land. „Das geht natürlich nicht.“

Ist der Vertrag abgeschlossen, können Kunden während der Geschäftszeiten so oft sie wollen zu ihrem Schließfach. Auch hier ist das Prozedere bei allen Banken ähnlich. Der Kunde meldet sich bei einem Mitarbeiter an, der schaltet das Schließfach über den PC frei oder begleitet ihn in den Tresorraum. In jedem Fall ist der Kunde im Tresorraum alleine. Gut zu wissen: In der Miete für das Schließfach ist meist eine Versicherung enthalten, die aufgestockt werden kann.

Was sich in den Schließfächern befindet, wissen die Bankangestellten nicht. Manchmal plaudere der ein oder andere aber doch aus dem Nähkästchen. Meistens, seien es wichtige Dokumente, Ringe, Ketten, Urkunden oder Wertpapiere, die im Bankschließfach landen. Aber nicht ausschließlich Materielles kommt in den Tresor, wie Andreas Gams weiß. „Manchmal sind es auch einfach lieb gewonnene Erinnerungstücke, wie Liebesbriefe aus der Jugend.“ (cap)

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