Renate Tilke sieht die Bücherei Waldram im Nachteil. Foto: Archiv

Wirbel um Bücherei-Öffnungszeiten

Wolfratshausen - Im Sozialausschuss stellte sich heraus, dass nicht die erhöhten Gebühren der Bücherei für Aufregung sorgen, sondern die geänderten Öffnungszeiten.

Eigentlich sollte nur über die neue Gebührensatzung der Bücherei abgestimmt werden. Doch Renate Tilke (CSU) brachte sofort die neuen Öffnungszeiten zur Sprache – die die Stadtverwaltung bislang nicht öffentlich gemacht hatte. Tilke kritisierte die Kürzung der Öffnungzeiten als „ungünstig für Waldram“. Gerade jetzt, wo man im Zusammenhang mit der Sanierung und Erweiterung der Waldramer Schule bessere Räumlichkeiten für die Ausleihstelle schaffe. Dass die Bücherei am Hammerschmiedweg künftig noch 18 Stunden (bisher 20) und die Zweigstelle in Waldram nur noch zehn Stunden (bisher 15) zugänglich sein solle, sei „unfair Waldram gegenüber und den Kindern gegenüber“.

Bürgermeister Helmut Forster betonte, dass der neue „Stundenplan“ nicht von der Stadtverwaltung, sondern von Büchereileiterin Andrea Poloczek und ihrem Team geplant worden sei: „Die können das am besten beurteilen.“ Die Statistik der vergangenen Jahre spreche dafür, „dass sich über 70 Prozent der Ausleihen in Wolfratshausen abspielen“, zudem bediene man dort rund 14.000 Einwohner im Vergleich zu rund 4000 Waldramern. (gan)

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