+
Ob jung oder alt: Pfarrer Edzard Evarts (am Mikrofon), Dekan Gerhard Beham und Bürgermeister Helmut Forster riefen in der Feierstunde anlässlich des Volkstrauertages dazu auf, Konflikte friedlich zu lösen.

Appell wider Krieg und Gewalt

Wolfratshausen –In einer würdigen Feier am Volkstrauertag gedachte man aller im Krieg Gefallenen sowie derer, die unschuldig als Zivilisten ums Leben kamen. Die Feier fand am Marienplatz statt.

In einer würdigen Feier gedachten Vertreter der Stadt Wolfratshausen, der Kirchengemeinden, zahlreicher Vereine sowie Kommunalpolitiker am Volkstrauertag aller im Krieg Gefallenen sowie derer, die unschuldig als Zivilisten ums Leben kamen.

Vor dem Kriegerdenkmal am Marienplatz brannten bereits zwei Fackeln, als die Gottesdienstbesucher mit Dekan Pfarrer Gerhard Beham und Pfarrer Edzard Evarts vorneweg aus der Stadtpfarrkirche St. Andreas kamen. Die Wolfratshauser Stadtkapelle spielte einen Trauermarsch, anschließend trat Bürgermeister Helmut Forster ans Rednerpult. Er stellte fest, dass jeder Politiker eigentlich wisse, wie viel Schrecken und Leid ein Krieg mit sich bringe. Und doch werde Krieg immer wieder als ein Mittel eingesetzt, um Macht zu erlangen oder zu erhalten.

Keineswegs an Bedeutung verloren

Der 1952 in Deutschland eingeführte Volkstrauertag habe angesichts weltweit stattfindender Kriege, Unterdrückung und Gewalt leider keineswegs an Bedeutung verloren, betonte Forster. Er rief dazu auf, Konflikte im Kleinen wie im Großen friedlich zu lösen. Nationale wirtschaftliche Interessen müssten einer echten Völkerverständigung untergeordnet werden. Jeder Einzelne solle immer wieder für den Frieden einstehen – „in der Familie, im Beruf, in der Gesellschaft“, so der Rathauschef.

Kranzniederlegung und Ehrenzug

Gemeinsam mit Vertretern der folgenden Vereine legte Helmut Forster im Anschluss an seine Rede einen Kranz vor dem Kriegerdenkmal an der Marktstraße nieder: der Freiwilligen Feuerwehr Wolfratshausen, dem Bayerischen Roten Kreuz, der Bürgervereinigung Wolfratshausen, dem CSU- und dem SPD-Ortsverband, der Königlich Privilegierten Feuerschützengesellschaft, dem Malteser Hilfsdienst, der Schützengesellschaft Edelweiß Farchet, dem Schützenverein Isarlust Nantwein, der Soldatenkameradschaft Wolfratshausen, der Sudetendeutschen Landsmannschaft und dem VdK. Der Gebirgstrachten-Erhaltungsverein Loisachtaler und die Gebirgsschützenkompanie Wolfratshausen spendeten jeweils einen eigenen Kranz. Für den Ehrenzug der Gebirgsschützenkompanielautete der Befehl „Präsentiert das Gewehr“, und von hoch oben aus dem Bergwald erklangen drei Böllerschüsse. Mit dem Choral „Näher, mein Gott, zu dir“, gesungen von der Sängerzunft Wolfratshausen, endete die Gedenkfeier.

Tanja Lühr

Auch interessant

Kommentare