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Hier geht’s lang: (hinten v. li.) Andreas Roß (Vorstand Wirtschaftsforum Oberland), Gerhard Eder (Bildungsberater der Industrie- und Handelskammer/IHK) sowie (unten v. li.) Landrat Josef Niedermaier, Reinhold Krämmel, V orsitzender des Regionalausschusses der IHK, Markus Makrutzki (stellvertretender Teamleiter des Arbeitgeberservices der Bundesagentur für Arbeit in Bad Tölz) und Monika Uhl, die beauftragte Marken-Entwicklerin.

Neue Broschüre vorgestellt

Mit Kompass zur passenden Lehrstelle

Der Fachkräftemangel im Landkreis verschärft sich. Rund 100 Ausbildungsstellen blieben im vergangenen Jahr unbesetzt. Dieses Dilemma will das Wirtschaftsforum Oberland gemeinsam mit dem Landkreis und in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie der Bundesagentur für Arbeit bekämpfen. Helfen soll dabei ein neues Informationsangebot für Schüler und Arbeitssuchende: Der Ausbildungskompass.

Wolfratshausen In dieser Informationsbroschüre können Unternehmen aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ihr Lehrstellenangebot präsentieren. „Für die Schüler ist das eine hervorragende Orientierungshilfe“, sagte Reinhold Krämmel, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses, bei der Vorstellung des Ausbildungskompass’ in Wolfratshausen. Auch der Wirtschaftsförderer des Landkreises, Andreas Roß, in Personalunion Vorstand des Wirtschaftsforums Oberland, hält das Angebot für „eine tolle Möglichkeit, mit der sich die Schüler über das gesamte Arbeitsangebot informieren können“.

Ein solches landkreisumfassendes Angebot gibt es bislang nicht. „An vielen Schulen herrscht bei den Jugendlichen Ratlosigkeit, welche Ausbildung sie antreten wollen“, berichtete der Bildungsberater der IHK, Gerhard Eder. Eine detaillierte Berufsbeschreibung möglichst vieler lokaler Unternehmen könnte „eine gute Hilfe sein, Berufe kennen zu lernen“. Auch Pratikumsplätze könnten laut Roß über den Ausbildungskompass vermittelt werden: „Dann kriegen die Schüler ein wirklich hautnahes Bild von den Berufen.“

Dass der Kompass eine Informationslücke schließen könnte, zeigt sich am Interesse der Unternehmen. Vor etwa einer Woche wurden alle Betriebe im Landkreis angeschrieben, ob sie in der Broschüre vertreten sein möchten. „Davon haben sich schon 50 gemeldet“, sagte Monika Uhl, die beauftragte Marken-Entwicklerin. „Damit sind bereits 45 verschiedene Berufsbilder abgedeckt.“

Die Hefte sollen kostenfrei an die Schulen im Landkreis verteilt werden. „Wir rechnen mit mindestens 1.200 Exemplaren“, erläuterte Uhl. Die endgültige Auflage hängt von den Rückmeldungen der Schulen ab. Außerdem soll das Heft online auf dem „Bildungsportal Oberland“ eingestellt werden. Dort finden die Schüler auch den Ausbildungskompass aus den Landkreisen Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen und Miesbach.

Anmeldung

Ausbildungsbetriebe, die sich und ihr Lehrstellenangebot im Ausbildungskompass vorstellen möchten, können sich unter www.mein-ausbildungskompass.de anmelden.

Dominik Stallein

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