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So wie einst Jimi Hendrix: Bonny-Tones-Frontmann Maxi Nachtmann spielte die Gitarre auf dem Rücken.  

So jung und schon so gut

Bonny Tones geben den Ton an

Sie scheinen den Rock’n’Roll quasi mit der Muttermilch aufgesogen zu haben. Die Musiker der vor einem Jahr gegründeten Nachwuchsband Bonny Tones covern Songs von Elvis Presley, Chuck Berry, Bill Haley und der Spider Murphy Gang mit einer Hingabe, die ihnen bereits jetzt eine große Fangemeinde beschert.

Wolfratshausen – Das zeigt sich kurz vor Weihnachten in der Bar D’Amato. Fast 150 Besucher reisen aus dem ganzen Oberland an, um den Live-Auftritt mitzuerleben. Kurz bevor es losgeht, stellt sich der Sänger und Gitarrist Maxi Nachtmann, der gerade einmal 15 Jahre alt ist, den Fragen unserer Zeitung. „Ich hab schon als Kind mit Schorsch Angerer von den Cagey Strings geübt“, verrät er da.

Als die etablierte Münchner Partyband das erste Mal die Oktoberfestzelte rockte, war der gebürtige Wolfratshauser noch gar nicht auf der Welt. Noch jünger ist Keyboarder Timo Freyenberg, der in diesem Winter seinen 14. Geburtstag feierte. Der 20-jährige Max Söllner (Bass/Gesang) sowie der 15-jährige Schlagzeuger Jannik Dreyer heben den Altersdurchschnitt der Nachwuchsrocker nur unerheblich.

Die Wurzeln der Bonny Tones, die sich früher mal Teenitus nannten, liegen in der Geretsrieder Musikschule. Dort perfektionierte Nachtmann sein virtuoses Gitarrenspiel. Später kam mit Bassist Max Söllner der „Elvis aus München-Solln“ hinzu.

„Der Bandname Teenitus hat mir überhaupt nicht gefallen“, räumt Nachtmann ein. Die Umbenennung gestaltete sich jedoch schwierig. „Ich habe erstmal ein dickes Langenscheidt-Wörterbuch gewälzt und bin dann irgendwann auf Bonny Tones gekommen“, erzählt der Wolfratshauser.

Dass die englische Bezeichnung für „hübsche Töne“ gut gewählt ist, wird schon bei den ersten Stücken des Auftritts deutlich. Drei Stunden rocken die Nachwuchsmusiker insgesamt auf der Bühne. Am Ende spielt Maxi Nachtmann die Gitarre sogar auf dem Rücken – sowie es einst die amerikanische Rocklegende Jimi Hendrix tat. Dagegen darf sich Jannik Dreyer beim Surfaris-Klassiker „Wipe out“ am Schlagzeug austoben.

Dem Publikum, in dem von Schülern bis Rentnern nahezu jede Altersgruppe vertreten war, gefällt diese Mischung. Da drängt sich nur noch die Frage auf, wann die Bonny Tones ihre ersten selbst komponierten Stücke präsentieren werden. „Wir arbeiten dran“, verspricht Nachtmann. „Schließlich sind wir jung und haben noch etwas Zeit.“

Peter Herrmann

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