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100 Stunden ohne Handy: Volontärin Magdalena Höcherl ist vom Smartphone aufs Festnetz umgestiegen.

100 Stunden ohne Handy

Selbstversuch Teil 4: Das gute, alte Festnetz

Ursprünglich war ein Handy zum Telefonieren und Nachrichtenschreiben gedacht. Die tausend anderen Möglichkeiten, die ein Smartphone bietet, sind zwar auch nützlich, aber gerade die grundlegenden Funktionen fehlen mir im Selbstversuch ohne Handy.

Wolfratshausen – Klar ist es praktisch, zuhause noch die Wetter-App zu fragen, wie kalt es ist. Ohne Handy stelle ich erst vor meiner Haustür fest, dass gestrickte Socken eine gute Option gewesen wären... Draußen angekommen entdecke ich die ersten Frühlingsboten, die mich auf Tage ohne kalte Füße hoffen lassen: eine ganze Reihe kleiner lila Krokusse. Dass ich davon kein Foto machen kann, merke ich, als meine Hand Richtung Jackentasche wandert, die ohne Smartphone jedoch leer ist. Schade, aber nicht schlimm.

Deutlich mühseliger: Kontakt halten ohne Smartphone

Magdalena Höcherl ist vom Handy aufs Festnetz umgestiegen. 

Was mich mehr stört ist, dass der Kontakt zu Familie und Freunden, die zum Teil weltweit zerstreut sind, ohne Smartphone deutlich mühseliger ist. Manchmal ist es zwar nervig, wenn ich nach der Arbeit sämtliche Whatsapp-Nachrichten beantworten muss, aber mich interessiert ja auch, was mein Umfeld so treibt. Natürlich könnte ich die Chats über Facebook weiterführen, aber das finde ich umständlich. Bloß weil ich kein Handy habe, hänge ich nicht permanent vorm Laptop.

Die Notfallnummern rausgekramt

Ich habe schnell gemerkt, dass die Nachrichten- und Unterhaltungsseiten, die ich am Handy oft checke, eher zeitraubend als interessant sind. Dafür habe ich den Zettel mit den Notfallnummern aus der Tasche gekramt und nutze das Festnetz deutlich öfter. Mails und Facebook-Nachrichten lese ich nur abends. Einige Freunde haben schon geschrieben, dass sie sich freuen, wenn ich wieder mobil erreichbar bin: „So nervt es ein bisschen.“

Auch in der Arbeit ist es mit Handy praktischer

Auch Kollegin Sabine Hermsdorf-Hiss wird aufatmen, wenn die 100 Stunden vorbei sind. Termine, die wir zusammen bestreiten, lassen sich via Handy nämlich deutlich einfacher koordinieren. „Aber die letzten Stunden schaffen wir auch noch“, meint sie schmunzelnd.

Von Magdalena Höcherl

So lief es bis jetzt im Selbstversuch „100 Stunden ohne Handy“:

Teil 1: Wie smart bin ich ohne Phone? 

Teil 2: Der Papa macht den Weckanruf

Teil 3: Umwege erhöhen die Ortskenntnis

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