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Bei der Spendenübergabe: (stehend, v. li.) Michelle Kubis-Dytrt und Hans Bode (beide Umweltteam St. Matthias), Angela Dautenhahn (Familienpaten Geretsried), Helmut Steinberger und Dieter Karsten (Senioreninitiative Eurasburg), Irmgard Listl und Frank Dautenhahn (Vorstandsmitglieder von EagleBurgmann Chance), Ingrid Geiger und Eliane Roth (Geretsrie der-Wolfratshauser Tafel) sowie (vorne v. li.) Ines Lobenstein (Asylhelferkreis Wolfratshausen), Elisabeth Birner (Asylhelferkreis Eurasburg), Elisabeth Krenn (Kinderkrippe Albert Schweizer) und Claudia Brenner (Tafel).

12 000 Euro für Menschen in Not

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Immer wieder geraten Menschen unverschuldet in Not. Um diese Not zu lindern, hat sich der Verein EagleBurgmann Chance 2010 gegründet.

Wolfratshausen  „Uns und unseren Mitarbeitern ist es ein Anliegen, möglichst schnell und unbürokratisch zu helfen“, sagt Vorsitzende Irmgard Listl.Finanziert wird die Hilfe über Mitgliedsbeiträge, Spendenläufe und interne Aktionen. Im vergangenen Jahr unterstützte der Verein folgende Einrichtungen in Wolfratshausen, Geretsried und Eurasburg mit insgesamt 12 000 Euro.

Geretsrieder-

Wolfratshauser Tafel

800 Kunden in Geretsried und Wolfratshausen unterstützt die Geretsrieder-Wolfratshauser Tafel derzeit. Die meisten davon sind Alleinerziehende und Rentner. Immer mehr Geschäfte überlassen der Tafel Lebensmittel, die an die Bedürftigen verteilt werden. „Es sind fast alle mit im Boot“, berichtet Vorsitzende Ingrid Geiger. Mit den Spendengeldern sollen laufende Kosten gedeckt werden, wie Benzin für die Tafel-Autos. Geiger würde sich trotz der immensen Arbeit wünschen, dass sich mehr ältere Menschen trauen würden, zur Tafel zu kommen. „Es gibt keinen Grund sich zu schämen.“

Kinderkrippe Albert Schweizer

Die 2008 von der Firma Eagle Burgmann gegründete Einrichtung bietet für 24 Kleinkinder zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr Betreuung. Träger ist das Albert-Schweizer-Familienwerk. Zwölf Plätze stehen dem Nachwuchs der EagleBurgmann-Mitarbeiter zur Verfügung, die anderen zwölf sind für Wolfratshauser Kinder. Mit der Spende soll unter anderem ein Sonnensegel finanziert werden.

Asylhelferkreis Eurasburg-Beuerberg

„Die Grundbedürfnisse sind gestillt“, sagt Elisabeth Birner über die rund 50 Flüchtlinge, die in Eurasburg untergekommen sind. In der Hochphase betreute der Helferkreis 100 Menschen. Die aktuelle Umbruchphase bedeutet neue Herausforderungen. „Zum einen findet kaum Integration statt, zum anderen haben viele gesundheitliche Probleme, die auf eine Traumatisierung zurückzuführen sind.“ Mit dem Projekt Trigg (Traumapädagogische Intensivgruppe für Flüchtlinge) ist weitere Hilfestellung geplant. Mit der Spende sollen Fahrtkosten gedeckt und Schwimmunterricht für Mädchen finanziert werden.

Asylhelferkreis Wolfratshausen

260 Flüchtlinge betreut der Asylhelferkreis Wolfratshausen. „Einige davon sind bereits anerkannt“, berichtet Ines Lobenstein. Es wurde ein Integrationszentrum geschaffen, in das auch das gespendete Geld fließen soll, um die laufenden Kosten zu decken. „Wir betreiben zudem das World-Café und werden uns ebenfalls am Projekt Trigg beteiligen.“

Familienpaten Geretsried

Die Familienpaten gehen direkt in die Familien und helfen dort, wo „normale“ Netzwerke wegbrechen. „Beispielsweise, wenn eine Frau Zwillinge bekommt und die eigenen Großeltern weit weg wohnen“, erklärt Koordinatorin Angela Dautenhahn. Die Patenschaft selbst ist auf ein Jahr begrenzt, der Fokus liegt auf der Hilfe zur Selbsthilfe. „Es ist immens, was hier die Ehrenamtlichen leisten.“ Finanziert werden sollen mit der Spende gemeinsame Ausflüge und Fahrtkosten.

Umweltteam St. Matthias

Die Schöpfung bewahren: Dieser großen Aufgabe hat sich das 20-köpfige Umweltteam des Waldramer Gymnasiums St. Matthias um Projektleiter Hans Bode verschrieben. „Wir machen uns Gedanken über die Nachhaltigkeit“, so Bode. „Wir haben ein Klassenzimmer im Grünen errichtet. Dieses Jahr wollen wir unter dem Motto ,Waldram steigt um‘ mehr Leute dazu bewegen, mit dem Fahrrad zu fahren.“ Ebenso wird dem Einmal-Kaffeebechern der Kampf angesagt. Über die Homepage soll die Öffentlichkeit über die Projekte informiert werden.

Senioreninitiative Eurasburg

Seit 15 Jahren ist die Senioreninitiative Eurasburg Ansprechpartner für ältere Mitbürger in der Gemeinde – und nicht mehr wegzudenken. Egal ob monatliche Treffen bei Kaffee und Kuchen, Grillfeiern und Törggelen: „Wir haben ein reichhaltiges Angebot“, erklärt Dieter Karsten. Besonders beliebt sind die Busreisen, die zweimal im Jahr organisiert werden. „Die Eigenbeteiligung liegt bei fünf Euro pro Senior.“ Die restlichen Kosten finanzieren sich über Spenden und Einnahmen aus dem früheren Hobby- und Künstlermarkt. „Durch den Zuschuss sind die Fahrten wieder gesichert.“

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