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Einsatzbereit: 14 neue Familienpaten erhielten am Donnerstag im Jugendhaus La Vida ihre Zertifikate.

„Das Herzstück der Gesellschaft“

14 neue Familienpaten für Wolfratshausen

Das Projekt Familienpaten wächst weiter: 14 neue, ehrenamtliche Helfer haben im Jugendhaus La Vida nun ihr Zertifikat bekommen.

Wolfratshausen – Es ist eine „Erfolgsgeschichte“, sagte Fritz Meixner, Geschäftsführer des Kinder- und Jugendfördervereins Wolfratshausen. Eine Erfolgsgeschichte, der kürzlich ein weiteres Kapitel hinzugefügt wurde. Zusammen mit Bürgermeistern aus dem Sozialraum Nord sowie Vertretern des Landratsamts verlieh Meixner im Jugendhaus La Vida Zertifikate an 14 neue Familienpaten.

Das Angebot soll Eltern und anderen Erziehungsberechtigten helfen, ihre Erziehungsverantwortung bewusster zu gestalten. Im Idealfall werden vorhandene Strukturen stabilisiert, Eigenkompetenzen gefördert und Hilfe zur Selbsthilfe geleistet. Gebraucht werden Familienpaten zum Beispiel, wenn die Mutter krank und der Vater zu stark eingespannt ist, um sich um die Kinder zu kümmern.

„Das Projekt wurde im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen vorbildlich umgesetzt“, lobte Waltraud Schreyer. Die Leiterin des „Familienpaten Netzwerks Bayern“ verwies darauf, dass Familien nicht mehr wie früher auf die Unterstützung der Verwandtschaft zählen könnten. Ulrich Reiner, Leiter des Amts für Jugend und Familie im Landratsamt, erinnerte sich an seine nicht immer einfache Jugend. „Damals wie heute ist es wichtig, dass immer jemand an einen glaubt und ihm Selbstbewusstsein gibt.“

Dass sich präventive Hilfe langfristig auszahle, betonten auch Fritz Meixner und Fritz Schnaller. „Familien sind das Fundament unserer Gesellschaft“, unterstrich der Wolfratshauser Vize-Bürgermeister. Neben ihm kamen Eglings Bürgermeister Hubert Oberhauser, die Ickinger Rathauschefin Margit Menrad sowie Münsings Vize-Bürgermeister Josef Strobl zur Feierstunde ins La Vida. Diana Eichmüller, die selbst fünf Kinder großgezogen und das Familienpatenprojekt einst im ganzen Landkreis auf die Beine gestellt hatte, verwies auf die intensive professionelle Schulung der neuen Familienpaten. „Selbst Psychologen oder Sozialpädagogen haben da noch was dazugelernt, ihr seid das Herzstück der Gesellschaft“, erklärte sie. Zum Dank gab’s neben den Zertifikaten rote Rosen, ein kaltes Buffet und Sekt.

Info

Auskünfte zum Familienpatenprojekt gibt es bei Diana Eichmüller unter Telefon 0 80 41/50 54 23 oder im Internet unter www.familienkompass.net.

Peter Herrmann

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