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Größer und teurer: Am Steghiaslweg wird 2018 eine neue Kindertagesstätte gebaut.

Bauarbeiten beginnen 2018

4,1 Millionen Euro für neue Kita am Wolfratshauser Steghiaslweg

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Die Flößerstadt bekommt am Steghiaslweg eine neue Kindertagesstätte. Obwohl das Projekt 800.000 Euro mehr kostet als zunächst geplant, stimmte der Bauausschuss geschlossen dafür.

Wolfratshausen – Die Flößerstadt bekommt am Steghiaslweg eine neue Kindertagesstätte. Wie berichtet hatten die Mitglieder des Bauausschusses den Bau im vergangenen Jahr bereits beschlossen. In der jüngsten Sitzung stellte das Münchner Planungsbüro Holzfurtner und Bahner den Entwurf samt Kostenberechnung vor. Obwohl das Projekt nun 4,1 Million Euro kosten wird – veranschlagt waren ursprünglich rund 800 000 Euro weniger – stimmte das Gremium geschlossen dafür.

Mehr Kosten, aber mehr Platz

Für diese Summe entsteht allerdings eine etwas größere als die bislang von einem anderen Architekturbüro geplante Tagesstätte. Statt für fünf ist dort nun Platz für sechs Gruppen. Anfang 2018 starten die Bauarbeiten, bis zum Sommer 2019 soll die Anlage fertig sein, um den Kindern, die derzeit an der Königsdorfer Straße provisorisch untergebracht sind, einen reibungslosen Umzug zu ermöglichen.

Die neue, zweigeschossige Kita mit Satteldach entlang des Steghiaslwegs beherbergt sechs Gruppenräume mit zugehörigen Nebenzimmern. Jeweils zwei davon sind für Krippen- und Kindergartengruppen mit bis zu 25 Kindern gedacht. Die anderen beiden Räume dienen dazu, den Bedarf künftig flexibler abdecken zu können. „Drei Gruppen sollen pro Geschoss untergebracht werden“, erklärte Architekt Stefan Holzfurtner. Schlaf- und Spielräume mit großen Fenstern sind zum Garten hin ausgerichtet. Entlang der Straße sind die Fenster kleiner, hier werden Waschräume und Küche untergebracht. Im Obergeschoss entstehen neben einem Mehrzweckraum Büros für die 15 bis 18 Erzieher. Der Dachboden wird ebenfalls ausgebaut: „Unter dem First gibt es dann eine zusätzliche Spielfläche für die Kinder“, schilderte Holzfurtner.

Schmidt will keine „Münchner Verhältnisse“

Grünen-Vertreter Dr. Hans Schmidt sprach die begrenzten Außenflächen an: „Damit bekommen wir fast Münchner Verhältnisse, was schade wäre.“ Peter Ley von der Bürgervereinigung Wolfratshausen (BVW) störte sich daran weniger. Der Bergwald und die Spielplätze in der Stadt würden einige Möglichkeiten bieten, „um rauszugehen“. Holzfurtner erklärte zudem, dass nach den Rohbauarbeiten die Außenflächen des Areals mit Einbeziehung der ehemaligen Landwirtschaftsschule neu geordnet werden. Um „jeden Winkel zu nutzen“, spreche nichts dagegen, dass sich der Außenbereich der Tagesstätte bis an die bestehende Mauer erstreckt.

Als „sehr gefällig“ bezeichnete CSU-Fraktionssprecher Günther Eibl die Entwürfe. Die Kita sei „vorausschauend geplant und vielfach nutzbar“. Alle Mitglieder des Gremiums waren sich einig, dass die vormals angedachte Tagesstätte für fünf Gruppen in Anbetracht der gesellschaftlichen Entwicklung kein Thema mehr sei. Deshalb wurden die aktuellen neuen Pläne einstimmig beschlossen.

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