Drei Personen und ein Streifenwagen
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Auf Wiedersehen und Willkommen: Erster Polizeihauptkommissar Andreas Czerweny (re.), Leiter der Polizeiinspektion Wolfratshausen, verabschiedete am Mittwoch seinen Stellvertreter, Hauptkommissar Steffen Frühauf, und begrüßte dessen designierte Nachfolgerin, Kriminalhauptkommissarin Christina Loy.

Hauptkommissar Frühauf wechselt zum Staatsschutz

48 statt bisher 104 Fahrrad-Kilometer täglich: Vize-Polizeichef verlässt Wolfratshausen

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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Der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion, Steffen Frühauf (39), verlässt Wolfratshausen. Seine voraussichtliche Nachfolgerin steht bereits fest.

Wolfratshausen – In den vergangenen drei Jahren verband Steffen Frühauf das Angenehme mit dem Nützlichen. Der Vize-Chef der Wolfratshauser Polizeiinspektion ist erfolgreicher Triathlet, für den Weg von seinem Wohnort Utting am Ammersee zur Dienststelle in der Loisachstadt wählte er allen Wettern zum Trotz konsequent das Fahrrad. 104 Kilometer spulte der durchtrainierte Pendler Tag für Tag ab. Künftig werden es nur 48 Kilometer sein, denn Frühauf wechselt nach Weilheim. Der 39-Jährige übernimmt am 1. März die Leitung des Fachkommissariats Staatsschutz der Kripo.

Rückblickend lobt Frühauf die „gute und sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit dem Wolfratshauser Rathaus, den umliegenden Behörden und Schulen. Ihn, der in erster Linie mit organisatorischen Aufgaben betraut war, haben die „vielen positiven Rückmeldungen“ gefreut. Das Lob gibt er an Dienststellenleiter Andreas Czerweny und seine Kollegen weiter: „Die komplette Manschaft ist hoch motiviert rund um die Uhr für die Bürger da“, stellt der 39-Jährige fest. Die Polizeiinspektion sei „gut aufgestellt“. Auf seine neue Tätigkeit freue er sich, in das Ressort des Fachkommissariats Staatsschutz „fallen unter anderem alle politischen Straftaten mit einer gewissen Qualität“, erklärt der Beamte.

Christina Loy kommt vom Kriminaldauerdienst

Die potenzielle Nachfolgerin Frühaufs ist bereits gefunden: Kriminalhauptkommissarin Christina Loy wechselt vom Kriminaldauerdienst nach Wolfratshausen. Sie ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im südlichen Landkreis Weilheim-Schongau. „Ich bin mit der Wahrnehmung der Aufgaben betraut“, sagt Loy mit Blick auf das neue Amt. Die endgültige Entscheidung falle mutmaßlich im Frühsommer. Ihre Karriere begann mit der Ausbildung 1990 in Dachau, eine Station war die Grenzpolizeiinspektion Murnau, zuletzt war die 49-Jährige stellvertretende Leiterin des Dauerdienstes der Weilheimer Kripo. „Die Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft“, erläutert sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Da sie über reichlich Erfahrung in puncto Öffentlichkeitsarbeit verfügt, übernimmt sie in Wolfratshausen auch den Job Frühaufs als offizieller Pressesprecher der hiesigen Dienststelle.

Das Mountainbike setzt keinen Rost an

Was mag sie nicht? „Unehrliche, nicht aufrichtige Menschen“, antwortet die Kriminalhauptkommissarin. Was sie dagegen schätzt sind „die Familie, die Heimat“ und alles, „was mit Wasser zusammenhängt“. Dazu zählen für sie das Schwimmen und Schnorcheln. Nein, sagt Loy und lächelt, sie fahre nicht mit dem Rad aus dem Nachbarlandkreis in die Flößerstadt. „Ich bevorzuge das Auto.“ Doch Sport steht natürlich bei der Beamtin weit oben auf der Agenda: Ihr Mountainbike setzt keinen Rost an, im Winter ist Loy fleißige Skitourengeherin.

Bürgermeister Klaus Heilinglechner hat Frühauf am Mittwochmorgen bereits verabschiedet und seine designierte Nachfolgerin Loy begrüßt. Dies geschah aufgrund der Corona-Pandemie in ganz kleinem Kreis. Vorrangige Aufgabe für die gebürtige Schongauerin ist es nun, sich mit den internen Abläufen vertraut zu machen – und die Örtlichkeiten im Zuständigkeitsbereich der Wolfratshauser Polizei kennen zu lernen. Auch das tut sie nicht mit dem Fahrrad, sondern mit einem Streifenwagen – und einem ortskundigen Kollegen auf dem Beifahrersitz. (cce)

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