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In der Sache vereint, wegen Corona auf Abstand: Merkurdrome-Erfinder Stefan Eckardt (li.) und der Münchner Künstlermanager Harry Rosenkind bieten Bands und Solisten in Wolfratshausen eine Bühne.

Gute Nachricht für Musikfans

Ab dem 4. Juli: Open-Air-Konzerte am Wolfratshauser Merkurdrome

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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„Corona macht Lärm, wir machen Musik“, sagt Stefan Eckardt. Ab dem 4. Juli will der Merkurdrome-Erfinder auf dem Freigelände vor der Halle Konzerte stattfinden lassen. 

Wolfratshausen– Die Corona-Pandemie versetzte die Kulturszene im ganzen Land in Schockstarre. Konzerte mussten abgesagt werden, seit Monaten ist das Gros der Musiker zum Nichtstun verdammt. Das ist gleichbedeutend mit null Umsatz. Nun sind Live-Auftritte vor Publikum unter bestimmten Voraussetzungen wieder erlaubt – das Merkurdrome im Wolfratshauser Gewerbegebiet erwacht zum Leben.

Musik ist bekanntlich Geschmackssache. „Doch dass Konzerte unseren Alltag bereichern und Musik ein wichtiger Teil unseres Lebens ist, darauf können wir uns doch wohl einigen“, sagt Merkurdrome-Erfinder Stefan Eckardt. „Durch die Corona-Beschränkungen war Live-Musik in den vergangenen Monaten größtenteils aufs Internet beschränkt. Musikern, die auf Live-Auftritte angewiesen sind, brachen teilweise ihre gesamten Einnahmen weg“, so der Wolfratshauser Eventveranstalter. Das soll sich jetzt ändern.

Mit der Initiative „Künstler back on Stage im Merkurdome“ bringen Eckardt und der Münchner Künstlermanager Harry Rosenkind – vielen noch bestens als Schlagzeuger der Band „Sahara“ bekannt – Künstler zurück auf die Bühne. Ab Samstag, 4. Juli, finden auf dem Freigelände des Merkurdrome an der Pfaffenrieder Straße 9 Open-Air-Konzerte statt. Maximal 100 Besucher können jeweils live mit dabei sein, die Eintrittspreise findet man bei München Ticket. „Wir wollen einfach etwas tun, um den Künstlern zu helfen und ihnen einen Platz für Auftritte geben. Von öffentlicher Seite aus passiert für die Branche leider zu wenig“, stellen Eckardt und Rosenkind fest.

Die bis dato kontaktierten Solisten und Bands hätten „begeistert“ reagiert, freut sich Rosenkind: „Ich hatte schon nach wenigen Stunden die ersten Zusagen. Die Musiker brennen einfach darauf, endlich wieder vor Publikum zu spielen.“ Seit Wochen planen Eckardt und Rosenkind die Events, alles in enger Absprache mit den Behörden. „Es ist doch besser, etwas zu tun, als darauf zu warten, dass einem geholfen wird“, sagt Eckardt.

Für alle Veranstaltungen gelten die bekannten Spielregeln: Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten und beim Gang übers Gelände oder zur Toilette Mund-Nasen-Maske tragen. Für die Verpflegung der Gäste sorgen der Wolfratshauser Gastronom Michel Amato und sein Team. Wer die Konzert-Reihe in den nächsten Monaten als Sponsor unterstützen will, kann mit Plakaten und Bauzaunbannern auf dem Veranstaltungsgelände werben. Jeder Sponsor bekommt im Gegenzug zwei Freikarten.

Das erste Freiluft-Konzert findet am kommenden Samstag, 4. Juli, von 20 bis 22.30 Uhr statt. Auf der Bühne steht die Band „Massel-Tov“ (Kletzmer, Jiddishe Songs, Balkan Grooves). Am Tag darauf, Sonntag, 5. Juli, ist von 14 bis 17 Uhr der in München lebende Ungar Csaba Gál mit seinem Kinderprogramm auf dem Freiluftgelände des Merkurdrome zu erleben. Weiter geht’s mit einem Live-Konzert der Ludwig-Seuss-Band am Samstag, 11. Juli, von 20 bis 22.30 Uhr. Seuss ist Keyboarder der Spider Murphy Gang, in die Gitarrenseiten greift Titus Vollmer.

„Corona macht Lärm, wir machen Musik“, stellt Eckardt fest und lächelt. Sein Appell: „Hilf mit Deinem Sponsoring oder Deinem Eintrittsgeld Musikerinnen und Musikern in schweren Zeiten. Jeder Euro zählt.“  cce

Eintrittskarten

gibt es ausschließlich bei München Ticket – via Internet zum Ausdrucken daheim. Alle Infos unter Telefon 01 60/96 80 04 33 oder per E-Mail an stefaneckardt@me.com.

cce

Lesen Sie auch: „Merkurdrome“: So lief die Party in alter Druckerei in Wolfratshausen

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