+
Die Krüge hoch: Im Februar stellten (v. li.) Ernst Gröbmair, Carmen Gröbmair-Jonas, Michael Ballon und Max Prestel ihre Pläne für eine Burgschenke vor.

Burgverein

Ab September fließt Bier in neuer Wolfratshauser Schenke

Der Burgverein Wolfratshausen hat es geschafft: Am 14. September eröffnet er im ehemaligen Zeno-Keller an der Humplgasse eine Burgschenke.

Wolfratshausen – Im Februar erst hatte der Verein seine Pläne für ein mittelalterliches Lokal vorgestellt und um Sponsoren geworben. Nun hat er das Geld zusammen, um die Pläne in die Tat umzusetzen.

„Der Mietvertrag ist unterschrieben“, berichtet Ernst Gröbmair. Der Wolfratshauser Immobilienmakler ist Mitglied im Vorstand des Burgvereins. In den vergangenen Monaten sei durch Firmenspenden genügend Geld zusammengekommen, um das Lokal eröffnen zu können. „Wir sind natürlich trotzdem weiterhin auf der Suche nach Sponsoren“, sagt Gröbmair. Als Wirt steht der IT-Techniker Michael Ballon bereit. Zur Eröffnung der Schenke wird der Barde „Graufalke“ mit Rock- und Folkmusik für Stimmung sorgen. Ein Barde passt perfekt in das Ambiente, das der Burgverein in den nächsten Wochen in dem Kellergewölbe, das in grauer Vorzeit als Bierkeller genutzt wurde, schaffen möchte. „Wir wollen hölzernes, rustikales Mobiliar verwenden“, erklärt Gröbmair. Aus historischen Humpen trinken die Gäste inmitten mittelalterlicher Dekoration. „Zum Beispiel stellen wir mehrere hochwertige, historische Ritterrüstungen in den Gastraum“, kündigt Gröbmair an. Die Heizungen will man hinter einer altertümlich anmutenden Holzverkleidung verschwinden lassen. Die kleine, moderne Bar wird gegen ein antik aussehendes Modell eingetauscht. Motive aus der Wolfratshauser Geschichte sollen die hohen Wände schmücken. „Es soll so stilecht wie möglich aussehen.“

Zum selben Thema: Eigene Schenke: Burgverein hat Objekt in Aussicht

In dem Kellergewölbe waren bereits mehrfach gastronomische Angebote untergebracht. Zuletzt lud ein Familiencafé zum Spielen ein. Vor vielen Jahren war das Restaurant im Zeno-Keller ein beliebter Treffpunkt.

dst

Lesen Sie auch: Zechen wie im Mittelalter: Das will der Wolfratshauser Burgverein ermöglichen. „Echtes Wirtesterben“: Wolfratshauser Gastronomie-Szene verändert sich. Ein Rundgang durch die Wolfratshauser Altstadt.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare