In der Abwehr zu weit weg, den Gegner nicht immer im Griff: Konstantin Seemann und seine HSG Isar-Loisach kassierten beim SV Pullach eine unnötige, weil vermeidbare Niederlage. Foto: Patrick Staar/Archiv

Handball

Abwehrprobleme: Prunkstück der HSG hat Pause

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Pullach/Geretsried/Wolfratshausen– Rückschlag für das Unternehmen Klassenerhalt: Die HSG Isar-Loisach gab beim SV Pullach, in der Bezirksoberliga hinter den Handballern aus Geretsried und Wolfratshausen Isar-Loisach positioniert, eine relativ deutliche Pausenführung aus der Hand. In der Schlussphase übernahmen die Hausherren die Führung und gaben sie bis zum Schluss nicht mehr ab. Am Ende stand ein 35:38 (22:17). „Eine ärgerliche Niederlage“, sagt Alexander Schmid, Co-Trainer des Aufsteigers. „Die Punkte hätten wir gut gebrauchen können, und ein Sieg wäre drin gewesen.“

Allerdings nicht mit der Einstellung, die die HSG diesmal an den Tag legte. „Unser Prunkstück, die Abwehr, war gegen Pullach nicht präsent“, moniert Schmid, der am Spielfeldrand zunehmend ratlos war. „Wir haben am Ende noch versucht umzustellen. Aber es hat nichts gebracht, weil einfach oft der letzte Meter gefehlt hat, wir meistens einen Schritt zu wenig gegangen sind.“ Das mag auch daran liegen, dass der Fitnesslevel der HSG-Handballer nicht optimal war, meint Schmid. „Man kann oft an der Trainingsbeteiligung unter der Woche schon sehen, wie die Begegnung am Wochenende verlaufen wird.“

Trotzdem ist die mangelnde Einstellung unverständlich für ihn, zumal Pullach eine durchaus schlagbare Mannschaft war. In der ersten Hälfte gelang es den Gästen noch, eine komfortable Pausenführung herauszuspielen – freilich auch dank der fehlenden Torgefahr der Pullacher. Die HSG übernahm die Führung, hielt zunächst einen Zwei-Tore-Vorsprung, den sie erst nach zwei Zeitstrafen für die Gastgeber vergrößerte. Kurz vor der Pause legten die Gäste auf 19:15 vor. Selbst als Spieltrainer Adrian Marcu und Jonathan Knierim kurz nacheinander zwei Minuten bekamen, hielten die Gäste den Vorsprung, bauten ihn sogar auf 22:17 zur Pause aus.

Doch während die HSG nach dem Wechsel den Zugriff in der Abwehr immer weiter verlor und im Abschluss an Effizienz einbüßten, drehte Pullach auf. „Es ist schon die ganze Saison unser Problem, dass wir zwei unterschiedliche Halbzeiten spielen“, sagt Schmid. „Bei schwächeren Mannschaften reicht das vielleicht zum Sieg aus, aber bei Teams auf Augenhöhe eben nicht.“ Die Hausherren durften gewähren, hatten einen Lauf, weil sie nun im Gegensatz zur HSG ihre Tore machten. Sie holten den Rückstand immer weiter auf und glichen in der 43. Minute erstmals zum 28:28 aus, um bald darauf die Führung zu übernehmen.

Der Pullacher Vorsprung wuchs rasch an. Auch eine Auszeit der Gäste brachte keine Besserung. Im Gegenteil: Nach der HSG-Timeout zog Pullach mit zwei Treffern auf 35:31 davon. Zwar verkürzten Florian Seemann, Bastian Wolfgart und Jonathan Knierim vier Minuten vor Schluss noch einmal auf zwei Tore. Doch mehr war für die Gäste nicht drin.

Nach der Niederlage haben die HSG-Handballer acht Punkte aus acht Spielen auf dem Konto und behalten Rang sechs. Der Spielplan hält nun allerdings die dicken Brocken für den Aufsteiger bereit: Am kommenden Sonntag (16 Uhr) wird der Tabellenzweite TuS Fürstenfeldbruck III in der Hauptschul-Halle in Geretsried erwartet.

HSG Isar-Loisach

Aßmayr, Przybylak (beide TW), – Knierim (1), F. Seemann (11), Teubert (11), Mehrkens, K. Seemann (4), Cigan, Marcu (3), Herrmann, Wolfgart (5).

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