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Ein farbenfrohes Outfit aus Wolfratshausen trug Schauspielerin Aglaia Szyszkowitz (hier mit Komiker Thomas Hermanns) in der jüngsten NDR-Talkshow. 

„Brauchen dringend positive Energie“

Aglaia Szyszkowitz im Interview: Warum ihr Mode durch Corona hilft

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In einer Talkshow trug Schauspielerin Aglaia Szyszkowitz ein Kleid aus Wolfratshausen. Im Interview mit unserer Zeitung verrät sie mehr darüber und macht sich gleichzeitig für lokale Läden stark. 

Wolfratshausen – Viele Geschäfte hat die Corona-Pandemie schwer getroffen. Deshalb ist es umso wichtiger, lokal einzukaufen. Dafür setzt auch Schauspielerin Aglaia Szyszkowitz ein Zeichen: In der jüngsten NDR-Talkshow verriet die 52-Jährige, dass sie ein Kleid aus dem Wolfratshauser Geschäft max.Leben trägt. Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt Szyszkowitz, was sie immer wieder in die Loisachstadt treibt – und wie ihr die Mode durch die Corona-Krise hilft.

Frau Szyszkowitz, kommen Sie öfters zum Shoppen nach Wolfratshausen?

Szyszkowitz: Tatsächlich fahre ich extra wegen Beates Laden (Beate Morbach, Inhaberin von max. Leben, Anm. d. Redaktion)immer wieder zum Einkaufen von München nach Wolfratshausen.

Warum genau dieses Geschäft ?

Szyszkowitz: Als ich es zum ersten Mal betrat, habe ich mir gedacht: „Das ist genau mein Laden.“ Ich habe normalerweise nicht viel Zeit zum Shoppen und tue das auch nicht sooo gerne... Ein Geschäft, das alles hat, ist für mich deshalb perfekt. Hier finde ich auch immer was – sowohl für mich selbst, als auch Geschenke für meine Familie, inklusive Großeltern, und Freundinnen. Beate hat einfach Geschmack. Und das sage ich jetzt nicht, weil sie meine Freundin ist. Sie wählt einfach sehr genau und stilsicher aus. Außerdem bringt sie ihren Kundinnen eine Herzlichkeit und Wärme entgegen, die ihresgleichen sucht und sie ist ehrlich bei ihrer Beratung. Das habe ich schnell bemerkt, nachdem wir uns kennenlernten.

Woher kennen Sie und Frau Morbach sich?

Szyszkowitz: Unsere Kinder sind damals in der Montessori Schule Biberkor in dieselbe Klasse gegangen. Das war vor etwa zehn Jahren. Mein Sohn Frederic und Beates Tochter Lena waren eine Zeit lang sogar zusammen. Wir versuchen bis heute, uns immer mal wieder zu sehen. Obwohl das leider nicht mehr so einfach ist, seit ich von Baierbrunn nach München gezogen bin. Wenn dann aber ein Treffen gelingt, kommen unsere ganzen Haushalte zusammen: Wir zwei, die Männer und ein Teil der Kinder.

Zurück zu Ihrem Kleid: Warum haben Sie sich gerade für dieses Outfit entschieden?

Szyszkowitz: Weil es so eine Fröhlichkeit ausstrahlt. Die letzten Wochen und Monate sind für uns alle eine herausfordernde Zeit gewesen. Deshalb brauchen wir gerade jetzt dringend positive Energie und Optimismus. Ich finde es wichtig, positive Zeichen zu setzen und den Leuten zu vermitteln: Schaut hoffnungslos in die Zukunft – das Schlimmste ist geschafft!

Ein farbenfrohes Outfit aus Wolfratshausen trug Schauspielerin Aglaia Szyszkowitz (hier mit Komiker Thomas Hermanns) in der jüngsten NDR-Talkshow. 

Also helfen Ihnen solche farbenfrohen Kleider jetzt durch die Coronazeit?

Szyszkowitz: Definitiv. In den ersten zwei Wochen der Krise war ich schockiert und verunsichert und habe gern mal drei Tage dieselbe Hose und Bluse angezogen, wie wir alle vermutlich. Das ändert sich gerade. Meiner Meinung nach kann man mit seinem Outfit der eigenen Psyche helfen – indem man sich sagt: Ich schminke mich wieder und zieh’ mir etwas Schönes an. Wenn du dann mit fröhlichem Gesichtsausdruck und in bunten Farben auf die Straße gehst, steckst du auch die anderen Leute damit an.

In der Talkshow haben Sie erwähnt, wie wichtig es jetzt ist, in heimischen Läden einzukaufen.

Szyszkowitz: In der Tat. Ich finde es ganz wichtig, dass wir uns um die vielen Betriebe kümmern, die jetzt natürlich massiv unter der langen Schließungen gelitten haben. Da muss man sich einfach überlegen: Welche Geschäfte und Restaurants kann ich unterstützen? Ich bestelle aus Prinzip nichts im Internet.

Erst seit der Corona-Krise oder auch schon davor?

Szyszkowitz: Das war mir immer schon wichtig. Ich persönlich finde es ein Unding, nur noch im Internet zu bestellen. Bei uns gibt es so viele wunderbare Läden. Warum nicht dorthin fahren, mit der Verkäuferin ein Gespräch führen, sich beraten lassen und in Ruhe anprobieren? Mir kann niemand erzählen, dass er dafür keine Zeit hat. Vor allem nicht jetzt (lacht).

Info

Zwei neue Folgen der Heimatkomödie „Zimmer im Stall“ mit Aglaia Szyszkowitz, sind an diesem Freitag, 15. Mai, und am Freitag, 22. Mai, jeweils um 20.15 Uhr in der ARD zu sehen.

Doch nicht nur lokale Geschäfte bauen in derCorona-Krise auf die Unterstützung der Kunden: Dasselbe gilt für die Gastronomie. Kommenden Montag dürfen Cafes und Biergärten wieder öffnen. Auch in den Hotels bleiben während Corona viele Betten leer. Um das zu ändern, vermietet das Ickinger Landhotel Klostermaier seine Räume fürs Homeoffice.

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